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Laura, oder Werthcrs Lotte, für welche er nicht einmal so imErnste starb wie Wertster?
Seinem Freunde Lcibgcber war er mit aller Anstrengungnicht mestr zu sagen im Stande als: „Du mußt recht von ihr„geliebt worden seyn, von dieser seltenen Seele, denn blos der„Aehnlichkeit mit dir darf ich ihre himmlische Güte für mich„zuschreiben, ich, der ich sonst so wenig gleich sehe und nir-gends Glück bei Weibern gemacht." Leibgeber und sogleicher selber hinterdrein lächelte über seine fast einfältige Wen-dung; aber welcher Liebhaber ist nicht während seines Maiesein wahres gutes lebendiges Schaf?
Leibgcber kam bald wieder in den Gasthof mit der Nach-richt zurück, daß er die Engländerin aus Unntamio habe fah-ren sehen. Firmian war recht — froh darüber: sie machte ihmseinen Vorsatz noch leichter, sich aus dem ganzen Frcudenbe-zirke auszuschließen. Denn sie war die Tochter des VadnzerGrafen, und durfte also den Armenadvokaten, den sie einmalfür Leibgcbern halten sollte, jetzt nicht erblicken. Heinrich aberbotanisirte jede Stunde des Tages draußen im Blütcn-Abhangvon lbantaisis, um mit seinen botanischen Snchgläscrn (mitseinen Augen) weniger Blumen, als die Blumengöttin auszu-spürcn und ausznfragcn. Aber es war an keine Göttcrerschei-nnng zu denken. Ach! die verwundete Natalie hatte so vieleUrsachen, sich von den Ruinen ihrer schönsten Stunden ent-fernt zu halten, und die übcrblühte Brandstätte zu fliehen, woihr der begegnen konnte, den sic nie mehr sehen wollte! —
Einige Tage darauf beehrte der Venncr Rosa von Meyerndie Tischgesellschaft in der Sonne mit der (einigen. . . Wenndie Zeitrechnungen des Verfassers nicht ganz trügen: so spei-sete er damals selber mit am Tische; ich erinnere mich aber