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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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eines Harpaxcs zum Besten der Armen hieniedcn gespielt: sothat mir nicht nur der moralische Kaffedesekt und der magereFreude, l-Monatsold des stechen Mannes im Erdgeschosse weh,sondern ich wünschte ihm auch nicht mehr Straft und Elend,als er sich selber wünschen würde, wenn er sichvor dem Sturze ins tiefste Erdgeschoß aufrichtigbekehrte; nein, eher weniger Elend. Ich hatte also keinenHaß mehr; denn ich setzte mich nicht blos in seine äußereStelle wie andere thnn, die sich blos mit ihrer eignenganzen Seele, ihren Wünschen und Gewohnheiten rc. indes andern physische Stelle denken sondern in seineinnere, in seine Seele, in seine Jugend, seine Wünsche,seine Leiden, in seine Gedanken. Ich sagte, indem ich dieTreppe hinuntcrging:armer Pikör, ich habe keine satiri-sche Freude mehr an deinem nagenden Argwohn, an deinenJrrthümern und Selbgeschosseu des Geizes, an deinemknickernden Hunger. Du mußt eine ganze lange Ewig-kcit mit deinem Ich auskommcn und leben, wie ich mitmeinem. Du mußt mit ihm aufstehen und umher ziehenund allein für dasselbe sorgen und du mußt dich ja lie-,,ben, wie ich mich; ja wider Willen auch die Noth unddie Sünde an diesem Ich aushalten. Ziehe damit inFriede hin in die andere Welt, wo statt der zerbrochneuGläser schon neue gestimmte für die verstimmte Harmonikadeines Lebens werden zu finden sehn im großen Geistcr-Hause.""

Auf der Treppe schrie mir die alte Frau das Verschei-den des Mannes entgegen. Ich traf im Bette den gelbennaßkalten Körper ohne Sinne an und sah, daß er bald dasletzte Bühnenklcid abwcrft, den Leib. Den andern Tag per-