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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
Seite
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kündigte mir das Geläute seine Zurückkehr in die Erde, indiese theatralische Anzieh-Stube der Seelen und Blumenwie auf andern Bühnen werden wir herein- und hinaus-gcklingelt.

Noch untcrweges probirt' ich mein gemäßigteres Systemauch dem armen Notariat-Teufel an, und am Tage daraufwurde es den Juristen anversucht, die aus den Kollegienkamen. (Jean Paul! wahrlich ich bin jetzt mild, kommun-zirc uns deinen Einfall nachher, fahr' mir nur jetzt nichtdazwischen.) Ich that's, sag' ich, und sogar mit den Ple-bejern unter ihnen, die diesen Stand, den einzigen freimü-tigen im Staate, vcrunehren, könnt' ich einen Friedenmeines Herzens schließen. Denn ich durfte ja nur denenAdvokaten und denen von meinen medizinischen Kollegen,denen ich oft so hitzig die von ihnen selber gemünzten Preis-mcdaillen abschnitt und einschmolz, das Dach über dem Kopfeabdeckcn, das Maucrwerk aus dem Sparrwcrk brechen undihre Stuben allen 4 Winden aufmachen: dann könnt' ichhinein gucken und darin alles sehen, was mich versöhnte,ihre Haushaltung, ihre schuldlosen. Weiber, ihren Schlaf,d. h. ihren Scheintod, ihre Krankheiten, ihre Thränen, ihreGeburt- und Trauertage. Wahrlich, um einen Mann zulieben, brauch' ich mir nur seine Kinder oder Eltern zu den-ken und die Liebe von und zu ihm. Diese mcnschenlicbcndeSeclenwanderung legt man in jeder Minute leicht zurück,ohne den Lustball der Phantasie und ohne die Täuchcr-glocke des Tiefsinns. Beim Himmel! cs ist eine Sünde, daßich erst dreißig Jahre alt werden mußte, eh' ich darhinter kam,was die Eigenliebe eigentlich will, meine und jede nichtsals Wiederholungen des Ich sucht sie um sich zu haben, sie