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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
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größere Erwartung davon erregt, als mir und dem Sprungefrommen mag. Der Pikör ließ mich einen Tag vorher, ehedas Stümpchen von seinem Lebenslichte gar in den Leuchterversank und zerfloß, vor sein hartgedrücktes Krankenlagerkommen und verlangte von mir kein Rezept eine Haus-suchung. Er zog meinen Kopf zu seinem magern Kopfkissennieder und sprach so:Sie sehen, H. D., der Tod setzt mirsein Weidmesser schon an die Kehle. Ich fahre aber wohl-gemuthct dahin, und was ich Zeitliches hinter mir lasse,,,wend' ich der Armnth zu. Ich habe mir dessen darfich mich rühmen in meinem ganzen Leben wenig zu,Gute gcthan, und blos für Arme gedarbt, gekargt»,undgeschwitzt und ein solcher Christ macht sein Testamentmit Freuden: er weiß, er wird dort belohnt. Aber einharter Stein liegt mir auf dem Herzen: ich habe wederKind noch Kegel, weder Hund noch Katz', nnd pfeif' ichauf dem letzten Loche, so ist die alte Frau, die mir dieStube auSkehrt, ganz allein im Hause. Nun kann sie mich sic ist ein grundehrliches Ding, aber blutarm aus-stehlen, eh' gerichtlich versiegelt ist. H. D., Sie fleh' ichan, Sic sind ein Freund der Armen wie ich und rezeptirenoft gratis. Sie sollen mit dem Notarius, dem ich nichtmehr traue als meiner Vettel, zum Besten einer armenJägerschast und hiesigen Hausarmuth, die ich gestern mit»meinem säuern Schweiß testamcntlich bedacht, in alle Stu-,,ben gehen und alles ehrlich inventircn und über alles, was,,im Hanse ist, ein Notariatinstrument aussertigen lassen.Hier beim Isten Artikel fängt der Notarius an, bei denHosen unter dem Kopfkissen, weil mein Geldbeutel drinnensteckt.""