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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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dem Nachtrab soll mir und Ihnen hente jemand den Her-zog und den König lebendig einhändigen nnd zwei Kessel war-mes Ocl dazn. . . nein, ich könnte keinen hineinwcrfen, csmüßte denn das Ocl recht lange in der Kälte gestanden seyn;ich würde fic mit einer Realterrizion und mit einigen hundertJnfamicnstrascn begnadigen. Ach, welcher eiserne Mensch wäredoch das, der ein von Qualen berstendes Herz und ein An-gesicht, aus das der Wurm der Pein seine Windungen zöge,nicht, wenn er könnte, mit einer kühlenden heilenden Handbesänftigte und labte. Aber suhr ich hnrtig fort, umeinmal von meinem Pikör Gebrauch zu machen im Affektestellet uns die Erinnerung an alle vorige Jrrthümer desselbennicht im Geringsten gegen jetzige sicher.

Sie lassen mich fiel der Professor ein nur nichtzum Worte, denn ich bin noch manche Erweise schuldig, dieich so gern abtragc. Unser Haß verkehrt als Affekt allemaljede That in ein ganzes Leben jede Eigenschaft ineine Person, oder richtiger, da wir die Person doch nurim Spiegel ihrer Eigenschaften erblicken, Eine Eigenschaftin alle; nur in der Freundschaft, nicht im Hasse wissenwir recht leicht den verdorbenen Bcstandtheil von der Personzu trennen, ja bei ihr »erstatten wir uns die umgekehrteVerwandlung der Attribute (Eigenschaften) ins Ich. Wirhassen, insofern wir hassen, immer so, als hätte der Gegen-stand weder vergangne Tugenden, noch Anlagen dazu, keinMitleidcn, keine Wahrheit, keine Kinderliebe, keine einzigegute Stunde, gar nichts. Kurz wir machen, da wir nurauf das Ich, nicht aus die augenblickliche Erscheinung dessel-ben zürnen, das Wesen, dessen Strafe wir aussprechcu, zueinem rein-bösen Wesen. Und doch ist nicht einmal eines

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