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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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hcreinhangcnde Zweig, der uns entgegenschlügc, und der Mensch,der ihn abgcschnitten, um dasselbe damit gegen uns zu thun,uns auf gleiche Art erbittern. Die Entrüstung eines geschla-genen Kindes ist vom Abscheu des Selbst"'b<'"ilngtriebcs,z. B. von dem Abscheu vor Scheidewasser, oder vor Wunden,verschieden; cs ist in ihm ein doppeltes wesentlich verschiede-nes Unbehagen vorhanden, das über die Wirkung und dasüber die Ursache. Wesen, die der Moralität fähig find,unterscheiden sich von denen, die cs nicht sind, nicht im Grade,sondern in der Art; folglich kann kein nicht-moralisches mitder Zeit oder stufenweise in ein moralisches übergehen. Wennnun Kinder in irgend einem Alter völlige nicht-moralischeWesen wären: so könnten sic in keinem Jahre auf einmal an-fangcn, andere zu werden. Kurz ihr Zorn ist nur ein dunk-leres Gefühl der fremden Ungerechtigkeit. Bei den Thierenweiß ich weiter nichts zu sagen, als daß in ihnen Verwandt-schaften unserer moralischen Gefühle scyn müssen wer ihnenScclen-Unstcrblichkeit verleiht wie wir, der muß ihnen ohne-hin einige Anfanggründc und präcxistircnde Keime der Mora-lität einräumcn, wären auch diese von ihrem thicrischen Wulstenoch stärker als das Gewissen bei Schlafenden, Wahnsinnigenund Trunkncn nberschwollcn. .... Ach, hier ist Nacht anNacht! Und diese Dunkelheit, H. Professor, sei meineStrafe für mein Unterbrechen und Verbauen Ihres Lichts."

Wenn also fuhr er fort der Haß sich blos gegenmoralische Fehler richtet: so ist's sonderbar, daß wir niemals,auch sogar für die größten, uns selber hassen."

Mich dünkt, sagte Flamin, man sei sich aber zuweilenwegen seiner Uebereilnngcn spinnefeind.Auch würden IhreGründe, setzte I. Paul hinzu, eben so gut gegen die