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„die Stelle, wo wir uns zum crstcnmale sahen, und wo ich„zwei Tage zu früh schon Ihre Freundin war —> und es war„doch nicht zu früh — wollen wir?"
Er gehorchte ihr; aber seine Seele schwamm noch im vo-rigen Gedanken, und indem sic einem langen gesenkten Kies-weg nachsanken, den die Schatten des Laubcngangcs betröpf-le», und über dessen weißes, nur von Schatten wie Steinengeflecktes Bette das Licht des Mondes hinübcrriesclte, so sagt'er: „ja, in dieser Stunde, wo der Tod und der Himmel ihre„Brüder schicken*), da darf schon eine Seele, wie Ihre, an„das Sterben denken. Ich aber noch mehr; denn ich bin noch„srohcr. O! die Freude sicht am liebsten bei ihrem Gastmahl„den Tod; denn er selber ist eine nnd das letzte Entzücken„der Erde. Nur das Volk kann den himmelhohen Zng der„Menschen in das ferne Land der Frühlinge mit den Larven-„und Leichcnerscheinungen nnten auf det Erde verwechseln, ganz„so wie es das Rufen der Eulen, wenn sie in wärmere Län-„der ziehen, für Gespenster - Toben hält. — Und doch gute,„gnte Natalie! kann ich bei Ihnen nicht denken nnd ertragen,„was Sie genannt. — Nein, eine so reiche Seele muß schon„in einem früher» Frühling ganz anfblühcn als in dem hin-ter dem Leben; o Gott, sie muß." — Beide kamen eben aneiner vom breiten Wasserfalle des Mondlichts nbcrklcidetcnFelscnwand herunter, an die sich ein Rosen-Gegitter andrnckte— Natalie brach einen grün- und weich-dornigen Zweig mitzwei ansangcndcn Nosenknöspchen und sagte: „ihr brecht nie-mals ans," steckte sie an ihr Herz, sah ihn sonderbar an undsagte: „ganz jung stechen sic noch wenig."
*) Der Tod den Schlaf, der Himmel den Traum.