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Welche flimmernde Welt! Durch Zweige und durchQuellen, und über Berge und über Wälder flössen blitzenddie zerschmolzenen Silbcradern, die der Mond aus den Nacht-schlackcn ausgeschieden hatte, sein Silberblick flog über die zer-sprungene Woge und über das rege, glatte Apsclblatt, undlegte sich fest um weiße Marmorsäulen an und um gleißendeBirkenstämmc! Sic standen still, eh' sie in das magische Thalwie in eine mit Nacht und Licht spielende Zaubcrhöhle stiegen,worin alle Lebcnsquellen, die am Tage Düfte und Stimmenund Lieder, und durchsichtige Flügel und gefiederte empor ge-worfen hatten, zusammengefallcn einen tiefen stillen Golf an-füllten; sie schaueten nach dem Sophienbcrg, dessen Gipfel dieLast der Zeit breit drückte, und auf dem, statt der Alpenspitze,der Koloß eines Nebels aufstand; sie blickten über die blaß-grüne, unter den fernern, stillern Sonnen schlummernde Welt,und an den Silbcrstaub der Sterne, der vor dem heraufrol-lcnden Mond weit weg in ferne Tiefen versprang — und dannsahen sie sich voll frommer Freundschaft an, wie nur zwei un-schuldige, frohe, erstgcschaffenc Engel es vor Freude können,und Firmian sagte: „sind Sie so glücklich wie ich?" — Sieantwortete, indem sic unwillkürlich nicht seine Hand, sondernseinen Arm drückte: „Nein, das bin ich nicht-—denn auf eine„solche Nacht müßte kein Tag kommen, sondern etwas viel„schöneres, etwas viel reicheres, was das durstige Herz be-friedigt und das blutende verschließt." — Und was ist das?fragt' er. — „Der Tod!" (sagte sie leise). Sic hob ihreströmenden Augen auf zu ihm, und wiederholte: „edler Freund,„nicht wahr für mich der Tod?" — „Nein, sagte Firmian,„höchstens für mich." Sic setzte schnell dazu, um den zerstö-renden Augenblick zu unterbrechen: „wollen wir hinunter an