Blumcnräthscl. Des Kindes schnelle Trauung Nataliens mitSiebcukäs erklärte Leibgebcr an sich leicht aus dem Umstande,daß der Advokat auf dem Wasserbecken-Ufer neben ihr gestan-den und ihr die helfende Hand gereicht, und daß die Leuteans Jrrthum über die körperliche Achnlichkcit dafür gehalten,anstatt Leibgebcr sei niemand mit ihr so oft bisher spazierengegangen als der Advokat.
Allein Siebcnkäs dachte mehr an den MaschinenmeisterRosa, der die Flickszene seines Lebens gern in jedes weiblicheSpiel cinflickte, und die Achnlichkcit der welschen Blumen mitdenen, die der Nenner einmal in Kuhschnappel für Lcnettcnausgelösct, war ihm auffallend; aber wie hätt' er die froheZeit und selber die Freude über die Votiv-Blumen des geret-teten Kindes mit seinem Errathcn trüben können? — Nataliebestand freundlich auf Thcilung der Blumen-Erbsckast, da je-des etwas gcthan und sie beide wenigstens die Retterin geret-tet. Sich behielt sie die weiße Seiden-Rose vor; Lcibgeberntrug sie die rothe an -— der sie aber ausschlug und dafüreine vernünftige natürliche verlangte, und solche sofort in denMund steckte — und dem Advokaten reichte sic das seidne Ver-gißmeinnicht und noch ein Paar lebendige duftende dazu,gleichsam als Seelen der Kunstblumen. Er empfing sie mitSeligkeit und sagte, die weichen lebendigen würden nie für ihnverwelken. Daraus nahm Natalie nur einen kurzen Zwischcn-Abschied von beiden; aber Firmian konnte seinem Freundenicht genug danken für alle seine Anstalten zum Verlängerneiner Gnadenzcit, die mit einem neuen Himmel und einer neuenErde sein altes abgelebtes Leben cinfaßtc.
Kein König in Spanien kann, obgleich die Reichsgesetzefür ihn 190 Schüsseln füllen und auftragen, so wenig aus