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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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ternacht nicht heim" (er hatte nämlich in dem Gasthöschendaneben für sich nnd ihn ein Abendessen sieden lassen). Aufeinmal rief er nach:da fragt eben ein schönes Kind nachdir!" Sicbcnkäs eilte heraus, und dasselbe liebliche kleineMädchen, dem er nach dem großen Festabende in der Eremi-tage ans dem begeisterten Flügelläufe durch das Dorf Johan-nis seine Blumen in die Hände gedrückt, stand mit einemKränzchen da und fragte:wo ist denn Seine Frau, die michvorgestern aus dem Wasser herausgezogcn, ich soll ihr einPaar schöne Blumen verehren von meinem Herrn Pathen;nnd nächstens kommt meine Mutter bald, und bedankt sichrecht schön; sie liegt aber noch im Bette, denn sie ist gar zukrank."

Natalie, die es oben gehört, kam herunter nnd sagte er-röthend:liebe Kleine, war ich's denn nicht? Gib mirnur dein Sträußchen her." Die Kleine küßte, sie erken-nend, ihr die Hand, dann ihren Rocksanm und endlich denMund; nnd wollte die Knßrunde wieder anfangen, als Natalieden Strauß ausblätterte und unter seinen lebendigen Ver-gißmcinicht nnd weißen nnd rothen Rosen auch drei seidneNachbilder derselben antraf. Auf Nataliens Frage der Be-fremdnng, woher sic die thcnercn Blumen habe, antwortetedie Kleine:wenn Sie mir aber vorher ein Paar Kreuzerschenkt;" nnd setzte, da sie solche bekommen, hinzu:von mei-nem H. Pathen, der ist gar sehr vornehm," und lies die Ge-sträuche hinunter.

Allen war der Strauß ein wahres türkisches Selam oder

Aufschrift wandert:es ist ausgetragen" welches man dasWiener Latcrnistren nennen kann.

Zca» PauI'S auSgew. Wcrle. IX.

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