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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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zecn und Wittwcnsitze zu dcmüthigcn, ^ er sagte ihr, sag'ich, gerade zu:cs ist so leicht, salsche Göttinnen anzubetenund ihre Kirchcnthüren zu öffnen, daß ich froh bin, durchIhre babylonische Gefangenschaft zur wahren weiblichen Gott-heit ans immer zurückgeführct worden zn scyn."

Ihr ganzes zerquetschtes Herz stöhnte:alles, ach allesist wahr er ist nicht rechtschaffen und ich bin nun sounglücklich!" Aber fie schwieg äußerlich und ging erzürntan den Fenstern herum. Ihr Geist, der ans der weiblichenRitterbank saß, den cs immer nach ungemeinen, heroischen,opfernden Thatcn gelüstete, und an dem eine Vorliebe zumgesuchten Großen das einzige Kleinliche war, schlug jetzo, dader Vcnncr ans einmal seine Prahlerei durch einen plötzlichenUcbcrsprnng in einen leichten scherzenden Ton vergüten wollte,und ihr einen Spaziergang in den schönen Park, als einenbessern Ort zum Versöhnen, vorschlug*) ein Ton, der auchbei dem kleinen Kriege mit Mädchen mehr richtet und schlich-tet als ein feierlicher ihr edler Geist schlug nun seine rei-nen weißen Flügel auf und entfloh auf immer aus demschmutzigen Herzen dieses gebognen silbcrschuppigen Hechtes,und sie trat nahe an ihn und sagte ihm, glühend, aber ohneeinen nassen Blick:H. v. Meycrn! nun ist's entschieden. Wirsind auf ewig getrennt. Wir haben uns nie gekannt, undich kenne Sie nicht mehr. Morgen wechseln wir unsereBriese aus." Er hätte sich im Besitze dieser starken Seele

*) Da Mädchen den Eiteln am ersten durchschauen: so erriechfie, daß er sie an einem solchen Tage nur als seine Parade-wache, als seine Ehrenpforte zum Prahlen gebrauchen undin der besuchten k'antaisis vorführcn wollte..