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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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eine Welt vor einer Sonne. Ein solcher voller Lustgarten hatden Nutzen, daß ein fremder Advokat den Spinncnfadcn derRede an seine Acste leichter anzuknüpfcn weiß, bis der Fadenzu einem schimmernden Kunstgewcbc hcrnmgcsponncn im Freienhangt. Firmian konnte nie jene Weltlcutc erreichen, die nichtsbrauchen, um ein Gespräch anzuspinnen, als einen Zuhörer;die wie Laubfrösche an den glättesten Dingen fcstznkleben wis-sen, worauf sie Hüpfen; ja die sogar, was die Laubfrösche nichteinmal können, im luft- und sachlecren Raume sich anhaltcn.Aber eine freie Seele wie Sicbcnkäs könnte sogar an einemHofe nicht lange von der Unbckanntschast mit den Verhältnis-sen verworren bleiben, sondern sic müßte bald ihre Freiheit inihrer angebornen Erhebung über alle Zufälligkeiten wicderfin-den, und durch ansprnchlosc Einfachheit die knnst- und anspruch-volle der Welt leicht ersetzen.

Gestern hatt' er diese Natalie im heitersten Genüsse ihrerKräfte und der Natur und der Freundschaft lächeln und zau-bern und sic den schönen Abend noch mit einer Opfcrkühnhcitkrönen sehen; doch heute war so wenig von den zarten HellenFreuden übrig! In keiner Stunde ist ein schönes Gesicht schö-ner als in der, welche ans die bittere folgt, worin die Thränenüber den Verlust eines Herzens auf ihm vorüber gezogen; dennin der bittern selber würde uns dnc jammernde Schönheit viel-leicht zu sehr betrüben und schmerzen. Firmian wäre mit Freu-den für diese holde Gestalt, die das in ihr Herz getriebeneOpfermesser bedeckte, und gern cs darin glühen ließ, um nurdas Bluten zu verzögern, er wäre mit Freuden für sie anseine ernstere Art, als er vorhatte, gestorben, wenn er ihr mehrdamit hätte helfen können. Kann man cs denn da so außer-ordentlich finden, daß das Bindwerk zwischen beiden zugleich