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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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hängen. Könntest du nicht zahlen und stürbest wirklich dirselber nach: so war' ich da und keine Kasse verlöre, wennich wieder bei meiner wäre." Leibgebcr lebte nämlich ineinem gehcimnißvollen von ihm selber nicht erklärten Wcchsel-ficbcr von Arm- und Reichwerdcn, oder wie cr's nannte, vonAus- und Einathmen der Lebenslust (n»ru vitnlm) des Geldes.Jeder andere als dieser spiel-keck mit dem Leben umsprin-gende Mensch, dessen Flammcnfeuer für Recht und Wahrhaf-tigkeit und Uncigennützigkcit dem Advokaten schon seit Jahrenwie von Pharns-Hohen herab geleuchtet hätte unsern Sie-bcnkäs besonders als Juristen stutzig machen, ja erzürnen,anstatt überwältigen müssen; aber Leibgebcr durchtränkte,ja durchbrannte ihn mit seinem ätherischen Spielgeistc, undriß ihn unaufhaltsam hin zu einem mimischen Täuschen ohneeigennützige Lug- und Trug-Zwecke.

Doch so viel Gewalt behielt Firmian über sich in seinemGcistcrrauschc, daß er, wenigstens auf die Gefahr, seinen Freundselber bloß zu stellen, Rücksicht nahm.Wenn man abersagte er meinen wahren Heinrich Leibgebcr, dessen Na-men ich mir anraubc, irgend einmal antrifft neben mir Falsch-namcnmünzer: was wird?"

Dian trifft mich eben nicht an (sagte Heinrich); dennsieh, sobald du deinen alten kanonischen ächten Namen Leib-geber wieder nimmst, und meinen über einem bestürmtenTaufbecken geschaffnen, Firmian Stanislaus, wieder fahrenlässcst, welches Gott gebe: so schnell' ich mich mit ganz un-erhörten Namen (es kann sehn, daß ich, um 365 Namentagezu begehen, von jedem Tage die Kalendernamcn borge), schnellemich, sag' ich, ins Weltmeer aus dem festen Lande, treibemich mit meinen Rücken-, Bauch- und andern Floßfcdern

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