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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
Seite
125
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Der Freund Hain nimmt sein langes Radirmesser und scha-bet meinen Namen außer andern Klecksen aus ihrem Trau-schein und Ehering heraus."

Das schien wider alle Erwartung seinen Leihgeber immermunterer und belebter zu machen.Das thu', sagt' er, undstirb! Die Lcichcnkostcn können sich unmöglich so hoch wieandere Schcidekostcn belaufen, und du stehst noch dazu in derLcichenkaffe." Sicbenkäs sah ihn verwundert an.

Er fuhr im gleichgültigsten Tone fort:nur muß ichdir sagen, wird für uns beide wenig hcrauskommen, wenndu lange satteln und hocken und erst in einem oder zweiJahren mit Tod abgchen willst. Für sachdienlicher hielt ich'sfür meine Person, wenn du von Baircnth nach Kuhschnappelgingest und dich gleich nach deiner Ankunft aufs Kranken-und Todtenbcttc legtest und da Todes verblichest. Ich willdir aber auch meine Gründe angebcn. Eincsthcils würdedann gerade vor der Adventzcit das Trauerhalbjahr deinerLcnette ans, und sie brauchte dann nicht erst eine Dispen-sazion von der Adventzeit, sondern nur eine von der Trauer-zcit einzuholen, wenn sie noch vor Weihnachten sich mit demPelzsticfel trauen lasset. Auch meinerseits wär's gut; ichverschwände dann unter die Volkmenge der Welt, und sähedich nicht eher wieder als spät. Und dir selber kann cs nichtgleichgültig seyn, bald zu verscheiden, weil es dein Nutzenist, wenn du früher Inspektor wirst." -

Das ist das erstemal, lieber Heinrich, versetzte er, daßich kein Wort von deinem Scherze verstehe.

Leibgeber zog mit einem unruhigen Gesicht, ans dem eineganze künftige Wclthistorie war, und das die größte Erwar-tung sowol vcrricth als verursachte, ein Schreiben aus der