„Der Freund Hain nimmt sein langes Radirmesser und scha-„bet meinen Namen außer andern Klecksen aus ihrem Trau-schein und Ehering heraus." — —
Das schien wider alle Erwartung seinen Leihgeber immermunterer und belebter zu machen. „Das thu', sagt' er, undstirb! Die Lcichcnkostcn können sich unmöglich so hoch wieandere Schcidekostcn belaufen, und du stehst noch dazu in derLcichenkaffe." Sicbenkäs sah ihn verwundert an.
Er fuhr im gleichgültigsten Tone fort: „nur muß ich„dir sagen, wird für uns beide wenig hcrauskommen, wenn„du lange satteln und hocken und erst in einem oder zwei„Jahren mit Tod abgchen willst. Für sachdienlicher hielt ich's„für meine Person, wenn du von Baircnth nach Kuhschnappel„gingest und dich gleich nach deiner Ankunft aufs Kranken-„und Todtenbcttc legtest und da Todes verblichest. Ich will„dir aber auch meine Gründe angebcn. Eincsthcils würde„dann gerade vor der Adventzcit das Trauerhalbjahr deiner„Lcnette ans, und sie brauchte dann nicht erst eine Dispen-„sazion von der Adventzeit, sondern nur eine von der Trauer-„zcit einzuholen, wenn sie noch vor Weihnachten sich mit dem„Pelzsticfel trauen lasset. Auch meinerseits wär's gut; ich„verschwände dann unter die Volkmenge der Welt, und sähe„dich nicht eher wieder als spät. Und dir selber kann cs nicht„gleichgültig seyn, bald zu verscheiden, weil es dein Nutzen„ist, wenn du früher — Inspektor wirst." — -—
Das ist das erstemal, lieber Heinrich, versetzte er, daßich kein Wort von deinem Scherze verstehe.
Leibgeber zog mit einem unruhigen Gesicht, ans dem eineganze künftige Wclthistorie war, und das die größte Erwar-tung sowol vcrricth als verursachte, ein Schreiben aus der