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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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Gerade vor Sonnenuntergang kam er vor ein Dorf leiderist's mir aus dem Gcdächtniß wie ansgcstrichen, ob's Hon-hart, oder Honstein, oder Jaxheim war: so viel darf ich für-gewiß ausgeben, daß cs eines von dreien war, weil cs nebendem Fluß Jagst, und an der Ellwang'schcn Gränzc im An-spach'schen lag. Sein Nachtquartier rauchte vor ihm im Thal.Er legte sich, eh' cr's bezog, aus einem Hügel unter einenBaum, dessen Blätter und Zweige ein Chorpult singenderWesen waren. Nicht weit von ihm glänzte in der Abendsonnedas Rauschgold eines zitternden Wassers, und über ihm flat-terte das vergoldete Laubwerk um die weißen Blüten, wieGräser um Blumen. Der Guckguck, der sein eigner Resonanz-boden und sein eignes vielfaches Echo ist, redete ihn ausfinstern Gipfeln -mit einer trüben Klagstimmc an die Sonnefloß dahin über den Glanz des Tages warfen die Schattendichtere Traucrflöre unser Freund war ganz allein under fragte sich:was wird jetzt meine Lenctte thnn, und anwen wird sic denken, und wer wird bei ihr sehn?" - Undhier durchstieß der Gedanke:aber ich habe keine Geliebte anmeiner Hand!" mit einer Eishand sein Herz. Und als ersich die schöne zarte weibliche Seele recht klar gcmalet hatte,die er oft gerufen, aber nie gesehen, der er gern so viel, nichtblos sein Herz, nicht blos sein Leben, sondern alle seineWünsche, alle seine Launen hingcopsert hätte: so ging er frei-lich den Hügel mit schwimmenden Augen, die er vergeblichtrocknete, hinunter; aber wenigstens jede gute weibliche Seele,die mich liest und die vergeblich oder verarmend geliebt, wirdihm seine heißen Tropfen vergeben, weil sic selber erfahren,wie der innre Mensch gleichsam durch eine vom giftigen Sa-mielwindc durchzogne Wüste reiset, in welcher entseelte, vom