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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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zückcns. Aber sic vermengte vielleicht selber ihre frohen Be-wegungen mit ihren liebenden, die Lust mit der Treue, unddie Hoffnung, den Schulrath Abends wieder in die warmen Augen zu fassen, druckte sich ohne ihr Wissen durch einewärmere Liebe zum Manne aus. Es ist sehr nothwcudig, daßich hier einen meiner besten Rathschlägc keinem Menschen vor-cnthalte: nämlich den, bei der besten Frau in der Welt immerwohl zu unterscheiden, was sie in der jetzigen Minute habenwolle, oder gar wen, worunter nicht immer der gehört., derwohl unterscheidet. Es ist im weiblichen Herzen eine solcheFlucht aller Gefühle, ein solches Werfen von farbigen Blasen,die alles, zumal das Nächste abmalcn, daß eine gerührte Frau,indeß sic für dich eine Thräne aus dem linken Auge vergießet,weiter Nachdenken und mit dem rechten eine über deinen Vor-odcr Nachsahrer verspritzen kann oder daß eine Zärtlich-keit, die ein Nebenbuhler erregt, über die Hälfte dem Ehe-vogt zustirbt, und daß eine Frau überhaupt bei der aufrichtig-sten Treue mehr über das weinet, was sie überdenket, als wassie vernimmt.

Nur dumm ist's, daß so viele Mannspersonen unter unses gerade darin sind; denn eine Frau ist, da sie mehrfremde Gefühle beobachtet als eigne, dabei weder die Betrü-gerin noch die Betrogene, sondern nur der Betrug, der optischeund akustische.

Solche durchdachte Betrachtungen machen Firmiane überden elften Hornung welcher tolle Name nach einigen vonden Trink-Hörncrn der Alten abstammt, aber nach mehrenvon Hör oder Koth nicht eher als am zwölften. Wende-line liebte den Rath: das war's. Sic hatte mit allen ver-ständigen Kuhschnapplerinncn au den Generalsuperintendentcn