cs war aber keiner zu bekehren —- und darum werden sie nichtmehr angeprcdigt.
Lcnette weinte stärker —> Stiefel schrie deshalb stärker —er mußte, in der ersten Verlegenheit über eine mißlungene Er-wartung, seine Forderung schroffer ausstellen, und der Anderegegen sie stärker andringen. — Stiefel war ein Pedant, undniemand, als so einer, hat eine offnere, blindere Eitelkeit,gleichsam einen unaufhörlichen Wind, der aus allen 32 Eckenfortweht (denn rsin Pedant kramt sogar den Körper aus). Stie-sel mußte, wie ein guter Schauspicldichter, seinen Charakterdurchführen und sagen: „Entweder, Oder, H. Armcnadvokat?„Entweder das Trauerkleid kömmt zurück —- oder ich bleibe„weg — aut, -aut. Meine Besuche können zwar von keinem„Belange sehn; aber ich setz' auch einen geringen Preis dar-„anf, blos Ihrer Frau Gemahlin wegen." Firmian, doppelterzürnt — erstlich über die herrschsüchtigc Unhöflichkeit einessolchen eiteln Wcchsclsalles, und zweitens über den kleinenMarktpreis, wofür der Rath ihre Zusammenkünfte losschlug—>mußte sagen: „Nunmehr kann niemand mehr Ihren Entschluß„bestimmen, als Sie, aber nicht Ich — Es wird Ihnen sehr„leicht, H. Rath, sich von uns zu trennen, und Sie könnten„anders — aber mir wird es schwer, und ich kann nicht an-„ders." — Stiefel, dem so unvcrmuthet und so nahe vor sei-ner Geliebten der wächserne Lorbeerkranz vom Kopf herabge-schmolzcn wurde, konnte weiter nichts thun, als scheiden;aber mit drei fressenden, scharfen Gefühlen — daß sein Ehr-geiz litt — seine Freundin weinte — sein Freund rebellirteund trotzte. . . .
Und als der Schulrath seinen ewigen Abschied nahm:stand in seiner Freundin Augen ein entsetzlicher Schmerz, den