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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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hin dachte, er habe keine Religion, oder nicht so viel davon,wie Stiefel.Es ist mir (sagt' er) ans der französischen Ge-schichte erinnerlich, daß der erste Prinz vom Geblüt, Gaston,seinem Bruder einige unbedeutende Kriegsunruhcn gemacht,und daß er im Friedcninstrumcnte darauf in einem besondernArtikel sich erboten, den Kardinal Richelieu zu lieben. Aller-dings sollte dieser Artikel, daß Eheleute einander lieben wol-len, einen ganzen geheimen Separatartikel in den Ehe-pakten ausmachen, da die Liebe zwar, wie Adam, anfangsewig und unsterblich ist, aber nachher doch sterblich wird nachdem Schlangenbetrug. Was aber den Kattun anlangt, sowollen wir alle Gott danken, daß der Zankapfel ans demHause geworfen ist." Stiefel, um der geliebten Lenette zuopfern und zu räuchern, drang auf den Rückmarsch des Rocksum so leichter, weil ihm Firmians bisherige sanfte Willfährig-keit zu kleinen Opfern und Diensten den Wahn seiner über-mannenden Oberherrschaft in den Kopf gesetzet hatte. Der be-wegte Ehemann sagte: wir wollen abbrechen.Nein, sagteStiefel, nachher! Jetzo vor allen Dingen forder' ich, daß dieFrau wieder zu ihrem Kleide komme." H. Rath, darauswird nichts.Ich schieße Ihnen (sagte Stiefel in heißesterErboßnng über einen solchen frappircnden Ungehorsam) so vielGeld vor, als Sie brauchen." Nun war es dem Advokatennoch weniger möglich, zurückzutrcten: er schüttelte 80 mal.Sie oder ich sind ganz bestürzt (sagte Stiefel); ich will Ihnendie Gründe noch einmal Vorhalten." Sonst waren, versetzteFirmian, die Advokaten so glücklich, Hauskapläne *) zu haben;

*) S. KlüberS Anmerkung zu -Io la Ourns llo 8ainte-?slaxsüber das Ritterwescn.