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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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lichc Herz, wie andere Wasscrtropfen in geschmolzenes wallendesKupfer: die flüssige Masse springt krachend auseinander.Himm-lischer, guter, sanfter Teufel, (sagt' er) fahr' herein und brichmir den Hals! Gott erbarme sich über eine solche Frau!Nun so behalt' deinen Kattun und dein Hungertuch. Aberdes Henkers bin ich ich gebe mein Ehrenwort wennich nicht das alte Hirschgeweih aus meines Vaters Nachlaßnoch heute wie ein gestrafter Wilddieb aus den Kopf stülpeund znm Verkaufe am lichten Hellen Tag durch den ganzenFlecken trage, so lächerlich es allen Kuhschuapplern erscheinenmag, und ich will blos sagen, du hast mir's aufgesetzt. Dasthu' ich, zum Teufel!"

Knirschend ging er ans Fenster und sah ohne Augen ausdie Gasse. Ein Dorslcichenbcgängniß marschirte mit Stockenunten vorbei. Die Leichcubahre war Eine Achsel, und ausihr wankte ein schiefer Kindcrsarg.

Dieser Anblick ist überhaupt schon rührend, wenn manüber einen kleinen verborgnen Menschen nachsinnt, der aus demFötusschlummcr in den Todesschlaf, aus dem Amnioshäntchendieser Welt in das Bahrtuch, das Amnioshäntchen der andern,übergeht dessen Augen vor der glänzenden Erde zufallen,ohne die Eltern gesehen zu haben, die ihm mit feuchten nach-blickcn der geliebt wurde, ohne zu lieben dessen kleineZunge verweset, ohne gesprochen, wie sein Angesicht, ohne jegelächclt zu haben aus unserem widersinnigen Rund. Dieseabgeschnittnen Laubknospen der Erde werden schon irgend einenStamm finden, auf welchen sie das große Schicksal impft;diese Blumen, die wie einige sich schon in den Morgenstundenzum Schlafe zuschließen, werden schon eine Morgcnsonnc an-treffcn, die sie wieder öffnet. Als Firmian dieß kalte