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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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Übeln Laune nicht fallen wollte:ich fass' es nicht, wie du sowenig Neinigkeit und Ordnung liebst. Es wäre doch besser,du übertriebest es in der Reinlichkeit, als im Gegentheil.Die Leute sagen: es ist nur Schade, daß ein so ordentlicherMann, wie der Armenadvokat ist, eine so unordentliche Frauhat." Dieser Ironie setzte sie allemal, ob sie gleich wußte,sie sei eine, gute förmliche Widerlegungen entgegen. Erbrachtesie nie dahin, seinen Spaß, anstatt zu widerlegen, ordentlichzu schmecken, oder gar die menschliche Gesellschaft an seinerSeite auszulachen. So lasset eine Frau ihre Meinung, sobaldsie auch der Mann annimmt, fahren; sogar in der Kirche sin-gen die Weiber, um mit den Männern in nichts eintönig zuseyn, das Lied um eine Oktave höher, als diese.

Nachmittags rückte die große Stunde heran, worin derOstrazismus oder die Land- und Hausverweisung des grillir-ten Kattuns endlich vorfallen sollte, als die letzte, aber größteThat des Jahres 1785. Er hatte dieser Loosung zum Zank,dieser feindlichen rothen Timurs und Muhammeds Fahne, die-ser Ziska's Hant, die sie immer zusammen hetzte, jetzo rechtvon Herzen satt; er wollte lieber, der Kattun war' ihm ge-stohlen, um nur von dem langweiligen, abgeschabten Gedankenan den Lumpen loszukommen. Er übereilte sich nicht, son-dern unterstützte seine Petizion mit aller Beredtsamkeit, die einParlamentrcdner zu Hause hat; er ließ rathen, welches dergrößte Gefallen gegen ihn sei, womit sie das alte Jahr be-schließen könne er sagte, es wohne neben ihm unter EinemDache ein Erbfeind und Widerchrist, ein Lindwurm, ein vombösen Feind in seinen Waizen geworfnes Unkraut, das sie aus-reuten könne, wenn sie wolle. Er zog endlich mit helldunk-lem Jammer den grillirten Kattun aus der Schublade:das