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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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Advokaten waren ihr nnr Lust.Er Rips Raps, meineSache will ich haben, du Spitzbube", ries fie. Auf dieseNachrede hob der Meister blos die Rockschöße mit beiden Hän-den ungemein hoch über die indosstrte Weste empor und ver-setzte, ein wenig fich bückend: Da! und schritt langsam, immerin der nämlichen Brennweite vor ihr her, um ihre Wärmelänger zu genießen.

Am meisten war nur der arme Siebenkäs an einem soreichen Feste, wo er mit allen juristischen und theologischenExorzismen den Zankteufel nicht ausjagen konnte, zu bejam-mern, als zum Glücke sein Schutzengel plötzlich aus einemSeitcnhohlwcgc ausstieg, der Pclzsticfcl auf seinem Spazier-gange. Weg war für Lenette der Schneider der Zitz voneiner Viertclelle lang der Zankapfel und der Zankteufelund wie das Abcndblan und Abcndroth, stand ihr Augenblauund Wangenroth ruhig und kühl vor ihm. Zehn Ellen Zitzund halb so viel Schneider dazu, die sie behalten und einge-steckt, waren ihr in dieser Minute leichte Federn und keinesWortes und Kreuzers werth; so daß Sicbcnkäs aus der Stellesah, daß Stiefel sich als der wahre tragbare Oelberg zu ihrbewegte, besteckt mit lauter Oelzweigcn des Friedens wie-wol für Zankteufel von anderer Seite her, aus deren Olivenleicht ein Ocl zu keltern war, das in kein eheliches Kriegs-seuer, zu welchem eben Stiesel mit dem Löschcimer bestelltworden, gegossen werden durfte. War nun Lenette schon imFreien ein weicher weißer Schmetterling und Buttcrvogel, derstill über den blühenden Steigen des Pelzstiefcls schwebte undflatterte: so wurde sie gar in der eignen Stube, in welche derRath sie begleitete, eine griechische Psyche, und ich muß es,so parteiisch ich auch für Lenette bin, allerdings in dieses Pro-