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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
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und beide Säulen standen abgesondert da, durch keine Frucht-schnüre an einander gewunden. Firmian hatte schon in seinerPhantasie die scherzhaften Proberollen eines ernsthaften Kind-vaters und Gcvatterbitters durchgcmacht aber er kam nichtzum Auftreten.

Den meisten Abbruch that ihm in Lenettens Herzen jedeUnähnlichkeit mit dem Pelzsticscl. Der Rath hatte etwas soLangweiliges, so Bedächtliches, Ernsthaftes, Zurückhaltendes,Anfgestcistes, so Bauschendes, so Schwerfälliges wie diese3 Zeilen; das gefiel unserer gcbornen Haushälterin. Sieben-käs hingegen war den ganzen Tag ein Spriughase sie sagteihm oft:die Leute müssen denken, du bist nicht recht ge-scheht/' und er versetzte:bin ich's denn?" Er verhingsein schönes Herz mit der grotesken komischen Larve und ver-barg seine Höhe auf dem niedcrgctretenen Sokkus undmachte das kurze Spiel seines Lebens zu einem Mockirspielund komischen Heldengedicht. Grotesken Handlungen lief eraus höhcrn Gründen, als aus citeln, nach. Es kitzelte ihnerstlich das Gefühl einer von allen Verhältnissen entfesseltenfreien Seele und zweitens das satirische, daß er die mensch-liche Thorhcit mehr travestire als nachahme; er hatte unterdem Handeln das doppelte Bewußtscyn des komischen Schau-spielers und des Zuschauers. Ein handelnder Humorist istblos ein satirischer Jmprovisatorc. Dieß begreift jeder Leser- und keine Leserin.

Ich wollte oft einer Frau, die den weißen Souncnstralder Weisheit hinter dem Prisma des Humors zersplittert, ge-fleckt und gefärbt erblickte, ein gut geschliffenes Glas in dieHände geben, das diese scheckige bunte Reihe wieder weißbrennt cs war aber nichts. Das feine weibliche Gefühl