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der weißen Sphinx zu scheu war. „Still liegt endlich dasunbändige Schwungrad um, aus dem Strom der Zeit geho-ben, nur mit dem Grabe schloß sich der Jannstempel deinesLebens zu, du gequälter und quälender Geist," dachte Albanovoll Mitleidcn, denn er hatte den Tobten sonst so sehr geliebt.Droben auf dem Gartenbcrg mit einem Lindcnbaum ruhteseine sanfte Schwester, der freundliche, liebliche Fricdcnsengelmitten im Kricgsgctümmel des Lebens, Sie der ewige Friede,wie Er der ewige Krieg. Er beschloß hinauf zu gehen undallein oben bei der Himmelsbraut zu scyn und auf dem denBlumen geweihten Boden das Beet aufzusuchcn, unter wel-chem ihre Blumen-Asche sich vor den Stürmen zugedcckt.Da er den Vorsatz nur dachte, so drangen Thränenströmc wieSchmerzen aus seinen Augen; denn die bisherigen Nachtwa-chen und Sorgen hatten ihn träumerisch-aufgclösct und somanches Unglück in so kurzer Zeit dazu, das ihm das schönefeste Leben von einem Ende zum andern mit giftigem Stachelund Zahn durchgrabcn hatte.
Als er in der noch mondlosen, aber sternrcichen Dämme-rung, worin nur der Abendstcrn der Mond war, gleichsam einkleinerer Spiegel der Sonne, den Hügel hinaufging: sah eraus dem Prinzeugarten ein Paar graugeklcidete Menschen hef-tig winken, als wollten sie ihm den Gang verbieten. Er gingunbekümmert weiter, ja er wußte nicht einmal, ob nicht seinvom Wachen glühendes und von Lebens-Stößen erschüttertesGehirn ihm diese Gestalten wie aus einem Hohlspiegel vor-slattcrn lasse.
Wie in einen griechischen dachlosen Tempel trat er inden heiligen Kloster-Garten der stillen Nonne, worin der Lin-denbaum laut sprach und die stillen Blumen wie Kinder über