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neulich, sondern er verschwand ihm blos. Er ging nahe aneinigen vermummten Leuten vorüber, die ein Grab zu machenschienen: „Unrecht ist's doch (sagte einer davon), er gehörtaus den Anger wie jedes Vieh." Albano blickte hin, sah einebedeckte Leiche, glaubte schaudernd, es sei der Selbstmörder,bis er den zweiten Gräber sagen hörte: „ein Affe, Peter,wenn er vornehm gehalten wird, in Kleidern, steht reputirlicheraus als mancher Mensch, und ich glaube, er stände auch wie-der von Todtcn ans, wenn man ihn nur ordentlich taufte." — -
Eben da ihm der Gibbon der Fürstin, der hier begrabenwurde, wieder jenen gewittervollen Freitag vor die Seele zog:erblickte er Linda unweit des Tranmtempels am Arme einersehenden Kammerfrau. Sie grüßte ihn, nach ihrer Weise vorAndern, nur leicht, sagte zur Frau: „Jnsta, bleib'nur hier imTraumtempel, ich gehe hier auf und ab."
Durch diese Einschränkung ans die Perspektive des Traum-tempels schloß sie jedes schöne sichtbare Zeichen der Liebe ans,und Albano kannte an ihr schon jene stille Zufriedenheit mitder bloßen Gegenwart des Geliebten, so wie zuweilen dieWildheit ihres süßen Mundes. Als er sie zitternd berührteund nahe neben sich wiedersah: so überfiel ihn dieses Wesenvoll Macht mit der ganzen göttlichen Vergangenheit. Aber erverzögerte nicht die Frage der Hölle: „Linda, wer war Frei-tag Abends bei dir?" „Niemand, Guter; wenn?" versetztesie. — „Im Flötenthal" — stammelte er. „Mein blindesMädchen" antwortete sie ruhig. — „Wer noch?" fragte er.
— „Gott! dein Ton ängstigt mich (sagte sie); Roquairolbrachte in jener Nacht den Affen um. Ist er dir begegnet?" —
„O schrecklicher Mörder! — Mir? (ries er.) Ich warverreiset die ganze Nacht, ich war mit dir in keinem Flöten-