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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
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dcm Kopf ausspanntc). Jdoinc, sagen Sic mir, wie kannman denn ans Große und Kleine zugleich denken?"Wennman ans Größte zuerst denkt (sagte sie). Wenn man in dieSonne hineinsicht, wird der Staub uud die Mücke am sicht-barsten. Gott ist ja unser aller Sonne."

Die Erden-Sonne'stand ihnen-jetzt tief aus einer nnab-sehlichcn Ebene unter milden Rosen des Himmels entgegeneine ferne Windmühle schlug breit durch die schöne Purpur-Glut an den Bcrgabhängen sangen Kinder neben dengeweideten Heerden, und ihre kleinern Geschwister spielten be-wacht die Abendglockc, welche in Arkadien allzeit unterdem Scheiden der Sonne gezogen wurde, wiegte Sonne undErde mit ihren Tönen ein - nicht nur jugendlich, sogarkindlich lag das sanfte Dörfchen und seine Welt um sic her kein Sturm, dachte man, kann hcrcingreiscn in dicß sanfteLand, kein Winter im schweren Eispanzer hcrcinschrcitcn, hierziehen nur, dachte man, Frühlingswindc und Rosenwolkcn,keine Regen fallen als Frühregcn und keine Blätter als derBlüten ihre, nur Staub aus Blumen kann steigen, und denRegenbogen halten nur Vergißmeinnicht und Maiblumen aufihren blau und weißen Blättchen die Gegend und allesund das Leben schienen hier nur eine unaufhörliche Morgen-dämmerung zu sehn, so frisch und neu, voll Ahnung undGegenwart ohne Glut uud Glanz, und mit einigen Sternenüber dcm Morgcnroth.

Kinder mit Achrcn-Sträußern in der Hand saßen ansfremden Wagen voll Garben und fuhren stolz herein.

Jdoine hing mit inniger Liebe, als wär' alles neu durchdiesen Abend, an den doppelten Gruppen.Nur der Land-mann allein ist so glücklich (sagte sie), daß er in allen arkadi-