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und Aether wegzuziehen. Die Ministerin erhielt eine Kartevon ihrem Sohne Roquairol, der eben angckommcn, und gingauch — zu Julienncns Freude, die an ihr ein kleines Hinder-niß ihres Bckchrnngsplans für Linda fand, weil diese dieMinisterin für eine einseitige, enge, bängliche, unnachgiebigeNatur ansah. Jdoine bat die beiden Jungfrauen, ihr kleinesReich mit ihr zu bereisen. Sic gingen hinab ins reine weiteDorf. Auf den Treppen begegneten ihnen heitere dienstgefälligeGesichter. Aus den fernen Zimmern des Schlosses hörte manbald Singen, bald Blasen. Wie am Vogel sich das glänzendeGefieder schnell und glatt in- und auseinander schiebt: so be-wegten um Jdoine sich alle Geschäfte; ihre ökonomische Ma-schine war keine plumpe knarrende Thurmuhr, sondern einespielende Bildcruhr, welche hinter Töne die Stunden, hinterBilder die Räder versteckt.
In einem Wiesengartcn spielten die jüngsten Kinder wilddurch einander. Herrnhntische und holländische Reinlichkeithatten das Dorf zu einer glatten Hellen Putzbude gewaschenund gemalt. Neu und blank hing der Eimer über demBrunnen — unter der Linden-Rotunda des Dorfs war dieErden-Diele sauber gekehrt — überall sah man reine, ganze,schöne Kleider und freudige Augen -— und Jdoine zeigte unterder fremden Heiterkeit bedeutenden Ernst in den Blicken, wo-mit sie ihr Arkadien Blume nach Blume prüfte.
Sic führte ihre Freundinnen über die verschicdnen Sonn-tags-Tanzplätze der verschicdnen Alter, vor dem Hause desAmtmanuS vorüber, worin die Ministerin wohnte und jetzt,zu Julienncns Furcht, ihr Sohn war — in die Helle schmuck-lose Kirche. Bald kamen ihr der Pfarrer und Amtmann, fürwelche das Vorübergehcn ein Wink gewesen, in die Kirche