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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
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schauen ihres Geistes im Geiste viel Heller und näher alsdurch die Gegenwart vorher, weil jenes sie ans einmal inHarmonie, diese sie mit den einzelnen Dissonanzen ohne dieAuslösung gab. Ihre Kraft der allscitigen Unparteilichkeitfür alle Charaktere war ihm an einem Weibe eben so seltenals groß erschienen; zumal da er selber diese Kraft mehr inder Achtung siir sie und in dem freudigen freien Ansfasscngroßer, exzentrischer, poetischer Erscheinungen, aber nicht allerund der platten und schlechten wirken ließ.

Gleich mächtig und gewachsen standen in ihm neben ein-ander Liebe und Freiheit; nur durch einen neuen Entschlußwurden sie verbunden und versöhnt, sanft zu sehn, nicht blosstark, ihr sein Freiheitsrecht und seine liebende Seele rechtoffen hinzulegen und das edle Wesen zu werden, das ihr ge-hört: bin ich's nicht, wenn ich's recht will? sagt' er.

In der höchsten Lebensfreude, in der Einigkeit mit sichund dem Schicksal, machte er seine Reise nach Inoln >,elln soschnell, als Hab' er da die Geliebte schon zu finden, nicht erstzu erwarten. Wie manches stand jetzt kleiner an seinem Wege,an das er das römische Maß und nicht das deutsche legte undwovor er nun, wie ihm sein Vater vorausgcsagt, flüchtigervorübcrging!

Endlich sah er die Kunst-Alpe von Isoln llella in denWellen stehen; und landete freudig mit seinem Lehrer in demKindheits-Garten an, wo er so viel erwarten und mit neuenwelschen Lebens-Blüten am Herzen aus dem gelobten Landescheiden sollte.

Er wartete mehrere lange Tage, sich sehnend und ban-gend nach den Freundinnen, ob ihm gleich der heitere Freundimmer die Geschwindigkeit seiner Reise vorrechnete. Sein