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bano." „Ich mit, Schwester? (sagt' er) ich wollte einenMonat bleiben, in einige Tage aber ist der Besuch des Vesuvs,Herknlanums und Neapels zusammengedrängt." — Er wun-derte sich nachher selber über den süßen Gehorsam unter dieschönen Befehle der Liebe, da er sonst zu sagen pflegte: „be-fiehl mir, zn gehorchen: so gehorch' ich nicht." — „Ich begleitemeine Freundin (sagte Linda), so gern ich nach Griechenlandgegangen wäre, dem ich schon zweimal so nahe bin." —
„Noch in dieser Nacht flieg' ich fort (sagt' er), ich willnur wachen, sehen, leben, lieben." Julienne fing schon mitSchwester-Sorgen für seine Gesundheit und seine Zwecke an —gethcilt zwischen zwei Brüder, hätte sie sich gern, war' cs nurmöglich, beiden zugleich geopfert. — „lueliiu hat der guteMensch auch noch nicht genossen (sagte sic), das muß er heutehaben."
Albano fühlte bei dieser neuen weiblichen Liebe, dasWeib sei das Herz in der schönsten Gestalt. In ihm klangein Frcudenlied: welch' ein Tag liegt vor dir, und welcheJahre! — Vom Ucbcrhang der doppelten Liebes-Blüten süßumschlungen und eingesponncu, sah er das Leben und dieErde voll Duft und Licht — über den Morgcnthau derJugend war nun eine Sonne heraufgeführt, und die dunkelnTropfen stralten durch alle Gärten hinauf und hinab.
Er warf endlich einen Blick auf den Ort, der ihn um-gab; Niobe's Gruppe, der Genius von Turin, Amor undPsyche, standen abgegossen da, aus dem Kabinette eines Künst-lers in Neapel entlehnt — die Wände waren mit seltenenGemälden geschmückt, worunter der — niesende Schoppe war.Dieser allein drang mit der nordischen Vergangenheit heftigin sein erweichtes Herz und er sagte der Geliebten sein Gefühl.