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und Juliennms Wohnung lag und sie neben einander zurTrennung standen, da rief Plötzlich nuten das Mädchen: „einErdbeben!" — Aus der Hölle heran rollte ein Donnerwagcnin den unterirdischen Wegen — ein breiter Blitz schlug dieFlügel am reinen Himmel unter den Sternen auf und zu —die Erde und die Sterne zitterten und ausgcschreckte Adlerflogen durch die hohe Nacht. — Albano hatte die Hände derwankenden Linda ergriffen. Ihr Angesicht war vor dem Mondezu einer blassen Götter-Statue ans Marmor verblüht. Eswar schon vorbei; nur einige Sterne der Erde schossen nochaus dem festen Himmel ins Meer und wunderbare Wolken zo-gen unten ringsherum auf. „Bin ich nicht recht furchtsam?"sagte sie weich. Albano schaucte ihr lebendig und heiter wieein Sonnengott im Morgcnroth ins Angesicht und drückte ihreHände. Sie wollte sie heftig wegziehen. „Gib sic mir ewig!"sagte er heftig. — „Kühner Mensch, (sagte sie verwirrt) werbist dir? — Kennst du mich? — Wenn du bist wie ich, soschwöre und sage, ob du immer wahr gewesen?" -— Albanosah gen Himmel, sein Leben wurde gewogen, Gott war nahebei ihm, er antwortete sanft und fest: „Linda, immer!" —„Ich auch!" sagte sie und neigte schamhaft das schöne Hauptan seine Brust, hob es aber sogleich wieder auf mit den gro-ßen feuchten Augen und sagte schnell: „gehen Sic jetzt! FrühMorgens kommen Sic, Albano! ^clio, ackio!" —
Die Mädchen kamen herauf, Albano ging hinab, die Brustgefüllt mit Lebenswärme, mit Lebensglanz — die Natur wehtemit frischern Düften aus den Gärten her — das Meer rauschteunten wieder, und auf dem Vesuv brannte eine Amors-Fackel,ein Frendcnfeuer — durch den Nacht-Himmel zogen noch ei-