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wich der Acthcr aus und er sank liebestrunkcn mitten ansdem Himmel immer größer aus den süßen Erdenfrühling herein— der Vesuv stand jetzt ohne Flamme und ohne Donner, weißvon Sand oder Schnee, in Morgen — im dnnklcrn Blauwaren die Goldkörncr der feurigen Sterne weit auseinandergesäct.-
Es war die seltene Zeit, wo das Leben den Durchgangdurch eine überirdische Sonne hat. Albano und Linda begeg-neten sich mit heiligen Augen, und die Blicke lösetcn sich wie-der sanft auseinander; sie schanetcn in die Welt und in dasHerz und sprachen nichts aus. Linda kehrte sich sanft um undging still weiter.
Da rief aus einmal eines der nachgehcndcn geschwätzigenMädchen ans: „cS kommt wahrlich ein Erdbeben, ich fühl' csrecht; gute Nacht!" — Es war Agata. „Gott gcb' eines,"sagte Albano. „O warum?" sagte Linda eifrig, aber leise.—-„Alles was die unendliche Mutter will und gibt, ist mir heutekindlich-lieb, sogar der Tod — gehören wir nicht mit zu ihrerUnsterblichkeit?" sagt' er. — „Ja, das darf in der Freudeder Mensch fühlen und glauben, nur im Schmerze sprech' ernicht von Unsterblichkeit, in solcher Seclenohnmacht ist er ihrernicht würdig."
Albano's Geist stand hier von der Fürstcnbank aus, umdie hohe Verwandte zu grüßen, und sagte: „Unsterbliche! undwär' es sonst niemand!" Sie lächelte still und ging fort.Sein Herz war ein beschriebenes Asbestblatt ins Feuer ge-worfen, brennend, nicht verbrennend, das ganze vorige Lebenlosch weg, das Blatt glänzte feurig und rein für Liuda's Hand.
Als sie die letzte Anhöhe erreichten, worunter Linda's