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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
Seite
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Hier vor dem kühlenden See-Zephyr war das Ein-schlummern schon der Schlummer, und das nachklingendeTräumen schon der Schlaf. Sein Traum war ein unaufhör-liches Lied, das sich selber sang: der Morgen ist eine Rose,der Tag eine Tulpe, die Nacht ist eine Lilie und der Abendist wieder ein Morgen.

Er träumte endlich sich in einen langen Schlaf hinab.

Spät, im Dunkeln, schlug er verjüngt wie ein Adam imParadies das Auge auf, aber er wußte nicht, wo er war.Er hörte fernes süßes Tönen- unbekannte Blütendüste durch-schwammen die Luft er sah hinaus, der dunkle Himmelwar mit goldncu Sternen wie mit feurigen Blüten bestreuet

an der Erde, auf dem Meere schwebten Lichter-Heere undin tiefer Ferne hing eine Helle Flamme mitten im Himmelfest. Ein unbekannter Traum verwirrte noch die wirklicheBühne mit einer verschwundenen, und Albano ging durchdas stille menschenleere Haus fortträumend heraus ins Freiewie in eine Geisterinscl.

Hier zogen ihn Nachtigallen zuerst mit Tönen in dieWelt herein. Er fand den Namen Igeliiu wieder, und sahnun, daß das Schloß aus dem Felsen und die lange Dächer-Gasse der Ufer-Stadt voll brennender Lampen stand. - Erging auf die erleuchtete von Menschen umlagerte Stelle derTöne zu, und fand eine ganz in Freudcnfcuern stehende Ka-pelle. Einer Madonna und ihrem Kinde in der Nische wurdeunter dem geschwätzigen Rausche der Freude und Andacht eineNachtmusik vorgespiclt. Hier fand er seine Wirthsleute wie-der, die ihn alle im Jubel ganz vergessen hatten, und Diansagte:ich hätt' Euch schon geweckt, die Nacht und die Lustwährt noch lange."