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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
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Lorbeer« so gut wie aus dem Eismeere Deutschlands und Eng-lands, oder aus Arabiens Sand in Wüsten und in Para-diesen schlugen ihre starken Herzen gleich fort und für dieseWeltscelen gab es keine Wohnung, außer die Welt. Nur beisolchen Seelen sind Empfindungen fast mehr werth als Tha-ten, ein Römer konnte hier groß vor Freude weinen! Dian,sage, was kann der neuere Mensch dafür, daß er so spätlebt hinter ihren Ruinen?"

Jugend und Ruinen, einstürzcnde Vergangenheit undewige Lebcnsfülle bedeckten das miscnische Gestade und dieganze unabsehliche Küste an die zcrbrochnen Aschcnkrügetodter Götter, an die zerstücktcn Tempel Merkurs, Dianens,spielte die fröhliche leichte Welle und die ewige Sonnealte einsame Brückenpfeiler im Meer, einsame Tempelsäulenund Bogen sprachen im üppigen Lebcnsglanze das ernste Wort die alten heiligen Namen der elysäischcn Felder, des Aver-nus, des todcn Meers wohnten noch aus der Küste Felsen-und Tempeltrümmcr lagen unter einander auf der buntenLava alles blühte und lebte, das Mädchen und die Schiffersangen die Berge und die Inseln standen groß im jungenfeurigen Tage Delphine zogen spielend neben uns sin-gende Lerchen wirbelten sich im Aethcr über ihre engen Inselnheraus und aus allen Enden des Horizonts kamen Schiffeherauf und flogen pfeilschnell dahin. Es war die göttlicheUebcrfülle und Vermischung der Welt vor mir, brausendeSaiten des Lebens waren über den Saiteustcg des Vesuvsund Postlips herüber bis an den Epomeo gespannt.

Plötzlich donnerte es Einmal durch den blauen Himmelüber das Meer her. DaS Mädchen fragte mich:warumwerdet Ihr bleich? cs ist nur der Vesuv." Da war ein