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12 (1848) Titan : vierter Band
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zur Nachtrcise aufgelegt, damit mau die Schwarzäugige, diefreudig uud hell in fremdes Augeufeuer blickte, fortbriugcukönnte. Sie nahm cs lustig an, und schwatzte vertraut wieein Naturforscher viel vom Epomeo uud Vesuv und weissagteihnen unzählige Feuden auf der Insel und zeigte überall eineverständige Besonnenheit weit über ihr Alter. Endlich flogensie alle unter die Hellen Sterne in die schöne Nacht hinaus.

109. Z y k c l.

Albano fährt in der Beschreibung seiner Reise so fort:

Eine Helle Nacht ohne Gleichen! Die Sterne allein er-hellten schon die Erde und die Milchstraße war silbern. Eineeinzige mit Wcinblütcn durchflochtcnc Allee führte der Pracht-stadt zu. Uebcrall hörte man Menschen, bald nahes Reden,bald fernes Singen. Aus schwarzen Kastanicnwäldern aufmondhellen Hügeln riefen die Nachtigallen einander zu. Einarmes schlafendes Mädchen, das wir mitgenommen, hörte dasTönen bis in den Traum hinab und sang nach und blickte,wenn es sich damit geweckt, verwirrt und süßlächclnd umher,mit dem ganzen Ton und Traum noch in der Brust. Sin-gend rollte auf einem dünnen leichten Wagen mit zwei Rä-dern ein Fuhrmann, auf der Deichsel stehend, lustig vorüber. Weiber trugen in der Kühle schon große Körbe voll Blumennach der Stadt; in den Fernen neben uns dufteten ganzeParadiese aus Blumenkelchen; und das Herz und die Brustsogen zugleich den Liebestrank der süßen Lust. Der Mondwar hell wie eine Sonne an den hohen Himmel heraufgczogcnund der Horizont wurde von Sternen vergoldet und am