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Briefe zurückgcfordcrt — der Fürst Lauria stand heiter da —:„blos eine fremde Krankheit hat meine geheilt" sagte derVater. Der Brief, den ihm der Bruder aus Pcstitz gebracht,hatte die Nachricht enthalten, daß sein alter Freund, der da-sige Fürst, der letzten Stunde schnell zncilc, weil man seineWassersucht blos für Ilmü>o»point gehalten und ihn versäumethabe. — „Ich hoffe (sagte Gaspard) durch meinen Anthcil soheilsam erschüttert zu sehn, daß ich noch früh genug die Reisezur letzten Stunde der Freundschaft zu machen vermag." Ersetzte dazu, daß dann diese Reise wieder Bahn zu Albano'sseiner nach Neapel mache.
Da kam die Fürstin in der Bestürzung über den Brief,der ihres Gemahles Gefahr und ihre Abreise ansagtc. — Gas-pard antwortete mit einem verlangenden Winke zur Einsam-keit, den er dem Sohne gab. Sie blieben lange allein. End-lich kam die Fürstin verändert wieder und bat ihn fast stotternd,heute sic in die Opeim 8erla zu begleiten. Sie war bewegtund verlegen, ihre Angen schimmernd, ihre Züge begeistert; —auch den Vater fand er aufgeregt, aber wie gestärkt.
Hier schoß ihm ein langer Mittagsstral durch den ganzenbisherigen Jrrwald, nämlich die bestätigte Vcrmuthung derLiebe seines Vaters, die jetzt durch die annahende Lösung derEhckettc der Fürstin und in der kränklichen Erweichung stär-ker ausgebrochcn sei; daher Gaspards Brief an die Fürstin,daher ihr Beisammcnblciben in Nom und aus dem Wegedahin u. s. w.
Nie liebte Albano seinen starken Vater mehr als nachdieser Entdeckung einer zärtcrn Gesinnung; und gegen dieFürstin wurde nun sein Herz aus eiucm Freunde aus einmalein Sohn. Da er ohnehin von den fünfTreffern der mensch-
Jcan PaiMs ausgew. Werke. XN. ^