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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
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pard wagte sich nicht zum sechsten oder höchsten, wo sonst dieMänner standen, aber Albano und die Fürstin. Da schauetedieser über die Klippen aus den runden grünenden Krater desausgebrannten Vulkans herunter, der einst ans einmal neun-tausend Thicre verschlang und der sich mit Menschenblut löschte

der Flammenschcin fuhr ln das Geklüft und ins Genistedes Ephcus und Lorbeers und unter die großen Schatten desMondes, die wie Abgeschicdne sich in den Höhlen anfhieltcn

in Süden, wo die Ströme der Jahrhunderte und der Bar-baren hercingcdrungcn waren, standen einzelne Säulen undgeschleifte Arkaden Tempel und drei Palläste hatte der Riesemit seinen Gliedern genährt und gefüttert und noch schaueteer lebendig mit seinen Wunden in die Welt.

Welch' ein Volk! (sagte Albano.) Hier ringelte sich dieRiesenschlange fünfmal um das Christenthnm Wie ein Hohnliegt drunten das Mondlicht auf der grünen Arena, wo sonstder Kolosins des Sonnengottes stand der Stern des Nor-dens*) schimmert gesenkt durch die Fenster, und der Dracheund die Bären bücken sich. Welch' eine Welt ist vorüber!"Die Fürstin antwortete:daß zwölstansend Gefangne diesesTheater baneten und daß noch weit mehrere daraus bluteten."O die Bau-Gefangnen haben wir auch (sagt' er), aber fürFestungen; und das Blut fließet auch noch, aber mit demSchweiß! Nein, wir haben keine Gegenwart, die Vergangen-heit muß ohne sie die Zukunft gebären."

Die Fürstin ging weg, um einen Lorbecrzweig und blü-henden Güldenlack zu brechen. Albano versank ins Sinnen

*) Der Polstern steht wie andere nördliche Sternbilder in Südentiefer.