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„daß überall der Jüngling gleich den Völkern das Erhabenebesser empfinde nnd leichter finde als das Schöne, nnd daßder Geist des Jünglings vom Starken znm Schönen reife,wie der Körper desselben vom Schönen znm Starken; indcßzieh' er selber das Pantheon vor." „Wie könnten anch Neuere(sagte der Knnstrath Fraischdörfcr) etwas bauen, außer einigeBerninische Thürmlcin?" — „Dafür (sagte der verletzte Land-Baumeister Dian, der den Knnstrath verachtete, weil dieserniemals eine gute Figur machte, als in der ästhetischen Rich-terstube als Richter, nie in dem AusstellnngSsaal als Maler)sind wir Neuern ohne Widerrede in der Kritik stärker, wennwir anch in der Praxis sammt nnd sonders Lumpe sind."Bonverot merkte an: „die korinthischen Säulen könnten höhersehn." Der Knnstrath sagte: „er wisse doch nichts dieser schö-nen Halbkugel ähnlicheres, als eine viel kleinere, die er imHerknlannm in Asche ausgcdrückt gefunden — vom Busen einerschönen Flüchtlingin." Der Ritter lachte nnd Albano tratunwillig zur Fürstin.
Sie fragte er um ihre Stimme über beide Tempel. „HierSophokles, dort Shakspcarc; aber den Sophokles fass' ichleichter;" versetzte sic und blickt' ihm mit neuen Augen in dasneue Angesicht. Denn die überirdische Erleuchtung durch dasZcnith des Himmels — nicht durch einen dunstigen Horizont— verklärte ihr das schöne bewegte Gesicht des Jünglings;nnd sie setzte voraus, der Heiligenschein der Kuppel hebe auchihre Gestalt. Da er ihr antwortete: „sehr gut! Aber inShakspcarc steckt auch Sophokles, aber in Sophokles nichtShakspcarc —- und auf der Pcterskirchc steht Angelo's No-tonda!" so ging plötzlich das hohe Gewölk, wie durch denSchlag einer Hand aus dem Acthcr, entzwei und die entrückte