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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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Den Morgen daraus fand Schoppe seinen Geliebten nochin der Seelen-Wiegc des Schlafes. Wie er sproßte und blühte!

Wie der Athen, der entfetteten Brust sich nun gleich einemfreien Menschen nur langsam, aber stark bewegte! Jndeßhielt Gaspards gepackter Wagen, der den Jüngling nach Ita-lien rollen sollte, schon am Morgen mit schnaubenden, schar-renden Pferden vor der Thür, und der Ritter erwartete jedeMinute das Aufwachen und Einsitzcn.

Der Arzt kam auch pries Krisis uud Puls fügtebei, der Weinsteinrahm (den er mit verschrieben) sei der Lc-bcns-Nahm und sagte dem Vater geradezu ins Gesicht, alsdieser den Jüngling wecken wollte zur Abfahrt,er habe inseiner Praxis noch niemand gekannt, der so wenig von kriti-schen Punkten gewußt wie er; jeder Wecker sei hier ein Mör-der, und er verbiete cs recht ausdrücklich als Arzt."-

Von Stunde zu Stunde wurde Schoppe gegen den Va-ter unwilliger; er dankte wenn er des Ritters abspülcndcsEin- und Auströmcn an dieses fruchttragende Eiland bedachte

jetzt Gott, daß Albano nicht nur die Hitze, sondern auchdie Härte eines Felsen hatte.

Der Ehre- uud Kunst-Licbcndc Sphex bewachte wie einedrohende Aeskulaps-Schlange das Kopfkissen nnd wurde hei-terer Schoppe verblieb da, gefasset gegen jede Härte.Der Ritter nahm in des Sohnes Namen von jedem Abschiedund trieb weiche Herzen nach Hause; denn die PflegemutterAlbinc und andere dursten den Schlafenden nicht einmal sehen

weil ihm Thränen ein verdrießlicher kalter Staubregenwaren. Die Fürstin und ihr Gefolge fuhr schon mit denbunten Wimpeln der Hoffnung auf dem Wege nach dem glän-zenden Italien.

Jean Paul's auSgcw. Werle. X I.

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