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Der Lektor eilte von Schoppe zum Doktor, um von ihmunter vielen Wendungen gerade das schicklichste Zeugniß mit-znnehmc».
Schoppe wartete lange und ängstlich — nach 7 Uhr kamein Blatt von Augusti: „Halten Sie Sich bereit, Punkt8 Uhr kommt die bewußte Person!" — Sogleich ließ er, umdie Ficbcrangcn zu schonen, im Krankenzimmer statt der Wachs-lichter die magische Hängc-Lampe aus Beinglas brennen.
Den kranken Jüngling zündete er mit Geschichten vonWicdcrgckommcncn noch stärker an, und ricth ihm, mit langenFeuer-Gebeten vor der scstcn Todcspsortc zu kniccn, damitIhr milder, barmherziger Geist sie aufrciße und ihn aus derSchwelle heilend berühre.
Kurz vor acht Uhr kamen in Sänften die Fürstin undihre Schwester. Schoppe wurde selber schaudernd von dieserauscrstandnen Liane ergriffen. Mit funkelndem Auge und ver-sperrtem Munde führt' er die schönen Schwestern in die Ku-lisse, auf deren Bühne draußen sie schon den Jüngling betenhörten. Aber Jdoincns zarte Glieder zitterten vor der unge-übten Rolle, worin ihr wahrhafter Geist sich verläugncn sollte;sie weinte darüber und der fromme schöne Mund war vollstummer Seufzer; oft mußte die Schwester sic umarmen,, umihr Muth zu machen.
Die Glocke schlug — sürchtcrlich-hciß flehte der Wahnsin-nige drinnen um Frieden — die Zunge der Stunde gebot —Jdoine schickte einen Blick als Gebet zu Gott. — Schoppeöffnete langsam die Thüre.-
Drinnen knieete mit gen Himmel gehobnen Armen undAugen ein schöner in der magischen Dunkelheit blühender Göt-