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umsah: „Nichts!" Mbano fragte indcß der Veränderung nichtnach; denn er wußte, er entschleiere sic ihm doch zur rechtenZeit. Ihre Herzen standen wie offne Spiegel gegeneinander.
So lag nun der dunkle Wald des Lebens mit durchein-ander und tief ins Dickicht hinein laufenden Steigen vor Al-bano, als er auf dem Kreuzwege seiner Zukunft stand undauf den Genius wartete, der entweder als ein feindseliger oderals ein guter ihm Liancns Entscheidung bringen sollte. End-lich kam aus dem finstern Wald ein Genius, aber der dunkle,und gab ihm dieses Blatt von der Fürstin:
„Lieber Graf! Wahr bin ich immer und schone lieber nicht.Das kranke Fräulein v. I?. ist nicht mehr im Stande, eineReise zu machen oder davon zu profitircn. Ich nehme innigenAnthcil daran. So gern ich Ihnen heute selber Trost zu-zusprcchen wünschte: so hoff' ich doch nicht nach dieser Nach-richt die Gelegenheit dazu zu haben.
Ihre Freundin."
Welcher finstere Wolkcnbruch aus dem jugendlichen Mor-genrot!)! So war also die geheime Freude, die er bishernährte, der Vorbote des entsetzlichen Schlags gewesen, dassanfte Tönen vor dem Wasserfall*). Daß gerade seine Liebedas glühende Schwert werden mußte, das durch Ihr Lebendrang, o das betrachtete er immer so, das schmerzt' ihn so!Aber kein Auge wurde naß; der Wcrmuth des Gewissens ver-bittert sogar den Schmerz.
Wenn der Mensch sein eigner Freund nicht mehr ist, so
*) Auf WilhclmShöhc geht ein langer musikalischer Ton demFallen der Wasser voraus.