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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
Seite
317
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da der Minister sich in die verwandten Rollen eines Zizcroneund Aufsehers gleich sehr schickte, beharrtc er noch.

Die Woche daraus führte eine Begebenheit herbei, welcheein größeres Licht in das dunkle Billct zu werfen schien.

91. Z y k c 1.

Die versprochene Begebenheit hat wieder in altern Bege-benheiten ihre Wurzel, die sich zwischen der Fürstin und deinMinister zugetragen; diese schick' ich hier voraus.

Der Minister war sehr bald von seinem Freund Bonverot,der mit seiner klebrigen Spechts-Zunge das Gewürm allerGeheimnisse ungesehen ans allen mürben Thron-Ritzen leckte,mit einem Verzeichniß alles dessen, was die Fürstin von Phö-nixasche und Schutt in sich verbarg, versehen worden; er hatteihn belehrt, daß sie, kalt wie ein erhaben-geschliffnes Eisstück,nie selber, sondern nur andere schmelzen wolle; daß sie zu denseltner» Koketten gehöre, welche wie die süßen Weine durchWarme sauer werden, und nur durch Kälte süßer; und daß siedaher eine der schlimmsten Angewohnheiten die jedem dieärgsten Händel mache an sich habe. Es war nämlich fol-gende: sie hatte ein Herz und wollte es nie wie ein todtesKapital in der Brust leiden, sondern es sollte sich verzinsenund umlaufen Der Liebhaber wurde deshalb anfangs vonTag zu Tag aufgeweckter und heitrer, dann von Stund zuStund Er wußte alle Holzwege, Hohlwege, Diebsgängeund kürzere Fußsteige in diesem Licbesgartcn ordentlich aus-wendig und wollte die Schäfer-Viertelstunde auf seiner Repe-tirnhr Voraussagen, wo er anlangcn würde in der LaubeEs war ihm gar nicht unbekannt (sondern komisch), was es