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tropfen standen in seinem Auge und verzogen unförmlich dasfeindliche Gesicht vor ihm. „Albano!" sagte zornerschöpftRoquairol, auf den weinenden Regenbogen des Friedens bauend;„Albano?" fragt' er und gab ihm die Hand. „Lebe froh,aber geh, noch bin ich unschuldig, geh!" versetzte Albano, derhart das Gewitter des ersten Zorns über sich fühlte, das zwi-schen seine Gebirge eingesenkt fortschlug. „Jus Teufels Namengeht! Am Ende wcrd' ich auch angesteckt" fuhr Schoppe da-zwischen. „In solchem Namen geht man gern!" sagte derHauptmann, dem in Schoppens Gegenwart immer die Zungcn-muskeln erfroren, und ging schweigend; aber Albauo sah ihnlängst nicht mehr an, weil er keine fremde Erniedrigung ver-trug, sondern wie jede starke Seele mit der gebückten Mensch-heit zugleich sich selber nicdergebogen empfand, so wie großeThronen keine Knechts-Abzeichen in ihrer Nähe dulden*).
Schoppe fing nun an, ihn au seine frühesten Weissagun-gen über Roquairol zu erinnern und sich das große Prophcten-Quartctt zu nennen — dessen unheilbare Mund- und Herzcns-fäule zu rügen — dessen theatralische Festigkeit mit demrömischen Marmor und Porphyr zu vergleichen, der außeneine Stein-Rinde habe, innen aber nur Holz **) — anzu-merkcn, dessen innere Besitzung heiße, wie die des deutschenOrdens, nur eine Zunge — und überhaupt so heftig gegenalle Selbst-Zersetzung durch Phantasie, gegen alle poetischeWeltvcrachtung sich zu erklären, daß ein Anderer als Albano
*) Z. B. der deutsche kaiserliche Hof keine Bcdicnten-Livreen.
**) In Nom scheinen Gebäude aus beiden ;u bestehen, haben abernur den Anwnrf davon.