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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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tropfen standen in seinem Auge und verzogen unförmlich dasfeindliche Gesicht vor ihm.Albano!" sagte zornerschöpftRoquairol, auf den weinenden Regenbogen des Friedens bauend;Albano?" fragt' er und gab ihm die Hand.Lebe froh,aber geh, noch bin ich unschuldig, geh!" versetzte Albano, derhart das Gewitter des ersten Zorns über sich fühlte, das zwi-schen seine Gebirge eingesenkt fortschlug.Jus Teufels Namengeht! Am Ende wcrd' ich auch angesteckt" fuhr Schoppe da-zwischen.In solchem Namen geht man gern!" sagte derHauptmann, dem in Schoppens Gegenwart immer die Zungcn-muskeln erfroren, und ging schweigend; aber Albauo sah ihnlängst nicht mehr an, weil er keine fremde Erniedrigung ver-trug, sondern wie jede starke Seele mit der gebückten Mensch-heit zugleich sich selber nicdergebogen empfand, so wie großeThronen keine Knechts-Abzeichen in ihrer Nähe dulden*).

Schoppe fing nun an, ihn au seine frühesten Weissagun-gen über Roquairol zu erinnern und sich das große Prophcten-Quartctt zu nennen dessen unheilbare Mund- und Herzcns-fäule zu rügen dessen theatralische Festigkeit mit demrömischen Marmor und Porphyr zu vergleichen, der außeneine Stein-Rinde habe, innen aber nur Holz **) anzu-merkcn, dessen innere Besitzung heiße, wie die des deutschenOrdens, nur eine Zunge und überhaupt so heftig gegenalle Selbst-Zersetzung durch Phantasie, gegen alle poetischeWeltvcrachtung sich zu erklären, daß ein Anderer als Albano

*) Z. B. der deutsche kaiserliche Hof keine Bcdicnten-Livreen.

**) In Nom scheinen Gebäude aus beiden ;u bestehen, haben abernur den Anwnrf davon.