wartet nur schwach, indem sie die gefalteten Hände von Zeit
zu Zeit ein Wenig hebt-Vor dein Nachtgeist ans der
Wolke geht die Mcnschen-Zcit schnell als ein dahinflicgendesFlügel-Paar ohne Schnabel und Schweif; der Geist hat dieferne Woche neben sich, wo Albano Nachts auf der Sternwartesieht, daß in der Blumcnbühlcr Kirche ein Altarlicht brennt,daß Liane darin mit aufgehobnen Händen knicct und daß einalter Mann die seinigcn auf ihre heitere, glänzende Stirnauflcgt, die sich mit thräncnloscn Angen gen Himmel richtet.
Der Geist sieht tiefer in die Monate hinab, vor Lustkreiset er sich um sich und grinzct über alle umliegenden Wohn-rmd Lustörtcr der Menschen; oft lacht er um alle seine offnenHöllenzähne herum, nur zuweilen knirscht er sie bedeckt unterdem Lippcnflcisch. . .
Seht weg — denn auch das sicht und will es — undtretet herab von dem winterlichen Gespenst unter die warmenMenschen und aus die feste Wirklichkeit, wo die fliegende Zeitwie die fliegende Erde auf ruhenden Wurzeln zu liegen undwo nur die Ewigkeit wie die Sonne zu kommen scheint.
Albano's Wunde, die seinen ganzen inncrn Menschendnrchschnitt, könnt ihr am besten am Verbände messen, den erum sic zu bringen suchte. Aus dem Tröste und Selbst-Trugewird unser Schmerz crrathcn. Am Morgen ließ er dieSchmerzen durchcinanderrcden und lag still vor ihrem Leichen-gcschrei als die Leiche; dann stand er auf und sagte so zusich:, „nur eines von beiden ist möglich, entweder sie ist mirnoch getreu und nur die Eltern zwingen sic jetzt — dannmuß man diese wieder bezwingen und da ist gar Nichts zujammern — oder sie ist mir aus irgend einer Schwäche etwangegen die wüthigcn und geliebten Eltern nicht mehr treu.