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haben, ja sogar über jedes nothdürftige oder gebotene. Inihrem sonst schön gebauten — mehr als schön gezeichneten —Gesichte war blos ihre Nase es nicht, sondern eckig geschnittennnd der regierenden Wochcntäglichkeit mehr Knochen als Knor-pel entgegensetzend. Bei den Weibern bedeuten ausgezeichnete,regellose Nasen, z. B. mit tiefem Wurzel-Einschnitt, oder mitkonkaven oder konvexen Biegungen, oder mit Facetten amKnopfe n. s. w., weit mehr für das Talent als bei den Männern;nnd — wenige ausgenommen, die ich selber gesehen — mußteimmer die Schönheit Etwas dem Genie anfopfcrn, obwolnicht so viel als nachher das fremde ihrer, wie wir Männersämmtlich wol leider gethan.
Der Graf wurd' ihr vom Fürsten vorgcstellt; aber siehalt' ihn — ob sie gleich von ihm gehöret und seinen Vaterso lange gesehen hatte — nicht gekannt, sondern eher demBräutigamsrock ähnlich gesunden. Dem Rocke konnte — odersollte — diese blühende Aehnlichkeit nicht anders als schmei-cheln. Die Aehnlichkeit erklärt den schönen Antheil ganz, densie jetzt an Beiden nehmen mußte, weil zu einer Aehnlichkeitimmer ein Paar Menschen gehören.
Sie sprach mit dem Sohne ohne alle Verlegenheit überden von ihr und ihrem Hofe mit einem (Blumen-) Korbe be-schenkten Vließ-Ritter und rühmte dessen Kenntnisse der Kunst.„Die Kunst (sagte sie) macht am Ende alle Länder gleich und„angenehm. Sobald sie nur da ist, denkt man an weiter„Nichts. In Dresden in der inncrn Gallerie glaubt' ich recht„eigentlich, ich wäre im fröhlichen Italien. Ja, wenn man„dahin käme, würde man sogar Italien vergessen über Alles,„was man da hat." — Albano antwortete: „ich weiß, ich„werde mich auch einmal im Most der Kunst berauschen und