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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
Seite
208
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76. Z y k e l.

Der Vater hatte die Zimmer-Gefangenschaft zum strafen-den Merkmal ihres Neins gemacht. Mit hohen Schmerzensprach sie dieses stumme Nein, indem sie freiwillig im Zimmerblieb und dem Morgenknß der Mutter entsagte. Sie hatte inder Nacht oft das todte Bild ihrer rathgcbenden Karolincstammend angeblickt, aber kein Urbild, kein Ficberbild war ihrerschienen: kann ich länger zweifeln, schloß sie daraus, daß diegöttliche Erscheinung, die das Ja zu meiner Liebe gesprochen,etwas Höheres als mein Geschöpf gewesen, da ich sie sonstihrem Bilde gegenüber müßte wieder bilden können?

Sie hatte Albano's blühende Briefe in ihrem Pulte undschloß es ans, um hinüberzusehcn aus ihrer Insel in das ent-rückte Morgenland der wärmern Zeit; aber sie schloß es wie-der zu; sie schämte sich, heimlich froh zu sehn, da ihre Mutter-traurig war, die in die trüben Tage nicht einmal wie sie ausschönen kam.

Fronlay ließ sie nicht lange allein, sondern bald rufen;aber nicht um sic zu verhören oder loszusprechcn, sondern umsie wozu freilich eine ungeschminkte Stirne und Backe ge-hörten, deren Fiebern-Garn so schwer wie seine mit dem tür-kischen Roth der Scham zu färben war zu seiner Maler-sprachmeistcrin zu vozircu und sic iu die fürstliche Galleriemitzunehmen, um von ihr die Erklärung dieser Titelkupfer(für ihn) in diesem Privat-Stummeninstitnt so gut nachzuler-ncn, daß er im Stande wäre sobald die Fürstin sie besieht etwas Besscrs als einen Stummen bei den Schönheitender Bilder und der bilderdicnerischcn Ncgentiu vorzustellcu.Liane mußte ihm jedes gemalte Glied mit dem dazu gehörigen