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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
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Moses Gebote eine Dido aus dem Sturm' iu die nächsteHöhle zu begleiten. Er thut's nicht. Eben so frei wie vonsinnlicher Liebe bleibt er von sentimentalischcr und weinerlicher,zumal da er besorgt, daß diese ihn am Ende in jene verflechte,weil sie wie ein Mollton eine ganz andere Tonleiter hat rück-wärts als hinanfwärtssteigend. Das Ironische und Stachligeam Mann machte ihm wie andern Wcltlcuten jede Vermählung auch die der Seelen am Ende so sauer als den Igelndie Stacheln die ihrige. Er hebt also in Zukunft für dieFürstin nur eine kalte, politische, kokette, höfliche Liebe auf,wie sie wol selber hat und wie er braucht, um weniger sie alsvon ihr zu erobern, und zuerst den ganzen Fürsten. Ich ver-spreche mir Welt-Leser, die hoffentlich keine Beleidigung fürdiesen in Froulay's Neigung für jene finden; denn sobald nureinmal der Hofprediger die kopulireude Hand auf die Fürstingelegt, so hat dieser Haushofmeister gleichsam den Schnitt*)in die Pfauhenne gcthan, und fle kann dann unangerührt ab-gehoben und an andern Orten verspeiset werden.

Ich habe im zweiten Bande schon die Besorgniß der Mi-nisterin mitgetbeilt, daß der Minister, wenn er (in diesem)wiederkäme und Liane nicht zu Hause fände, keifen würde;aber wider Erwarten genehmigte er; ihr Gebrauch des Dorf-lnft-Bads schlug recht in seine Absicht ein, sie ins Dampfbadder Hofluft zu treiben. Er sagte der Mutter, es sei ihm nichtmißfällig, daß sic sich jetzt gar aushcile, da die neue Fürstin

*) Bekanntlich wird ein Schnitt in einen ganzgcblicbnen Vogel -c.zum Zeichen gemacht, daß er auf der fürstlichen Tafel gewe-sen, damit er nicht wieder aufgesetzt werde, sondern sonst ge-nossen.