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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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er hinter die Liebe gegen Rabette nnd das stille Zunickcn derEltern gekommen sei; denn vom Herzen zwar sei bei dem Va-ter die Nede nicht, aber doch von Rabettens Wciberlchn, zu-mal da man ihm bei der romantischen Wechselreiterei seinesHerzens nicht tränen könne, ob er nicht sonst einmal die Aermstebringe.

Mit einer seufzenden Brust, die gern mehr einer erwar-tenden mitgcbracht hätte, erzählte Karl blos, daß er Lianengesund nnd still, aber keine Minute allein gefunden. Die Zu-sammcnhaltnng der fremden Dürftigkeit mit dem eignen offnen,reichen Glück war so glaubte Albano die schöne, zarteUrsache, warum Karl mit so flüchtiger, kühler Freude überdie elterliche Einsegnung seines Seclenbundes weglies. O,wie liebt' er ihn jetzt! Könnt' er ihn je mehr lieben, so thät'er's, wenn Liane gar seinem Glück verloren wäre, blos umsich und ihm zu zeigen, das, die heilige Freundschaft kein drittesHerz begehre, um ein zweites zu lieben.

Dieses Gewölke des Schweigens legte sich nun wochenlangund immer finstrer um seine schönsten Höhen fest, und derSchuldlose ging unter dem Dunkel im Kreise von Widersprü-chen umher. Wie mußte dieser Jüngling sich abarbeiten, wenner bald dachte, daß die Eltern wol gar eine Verwandtschaftmit ihm ausschlagcn, da er doch mehr ihre vergessen als ver-gelten zu müssen glaubte, nnd daß sie zwei Herzen der politi-schen Herzlosigkeit opfern könnten oder wenn er auf diefromme Liane den Verdacht des Weicheus vor elterlichen An-griffen fallen ließ, der noch aus der Vergangenheit Zufuhrdurch die Vcrmuthung erhielt, daß sie ihn wol mehr poetischund fromm und mehr mit Flügeln umhalset als mit Armen,und daß sie überhaupt, an so lange Ergebungen gewöhnt, Opfer