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So innigfroh erschien er — und zwar ohne Noqnairol,der überhaupt immer seltner kam — vor der Geliebten obenin seinem Kindheitsmusenm, ihrem Gastzimmer, das jetzt dergewöhnliche Spielplatz seiner Besuche war. In einem meistenKleide mit schwarzem Besatz, wie in schöner Halbtraner, jaßsic am Zeichentisch mit schärfer» Angen in ein Bild vertieft.Sic flog ihm ans Herz, aber um ihn bald wieder vor die Ge-stalt zu führen, an welcher ihres wie in Mntterarmcn hing.Sie erzählte, heute sei mit der Prinzessin ihre Mutter dage-wesen und diese habe so viele Freude über ihre genesende Farbegehabt, so unendliche Güte gegen die glückliche Tochter. „Sie„mnsttc sich (fuhr sie fort) von mir ein wenig zeichnen lassen,„damit ich sie nur länger ansehen und etwas von ihr dabc-„haltcn konnte. Jetzt zcichn' ich das Gesicht weiter aus, es„ist aber gar zu schlecht gerathcn." Sie konnte ihre Phantasieweder vom Bilde, noch weniger vom Urbildc loswickeln. Frei-lich kann ans einem töchterlichcn Herzen — oder gar in ihm— kein schöneres Medaillon hängen als das mütterliche; aberAlbano glaubte doch heute, das Gehenke nehme eine zu breiteStelle ein.
Sie sprach blos von ihrer Mutter: „Ich sündige gcwist„(sagte sie) — sie fragte mich so freundlich, ob du oft kämst,„aber ich sagte nur ja und weiter nichts. O, guter Albano,„wie gern hätt' ich ihr die ganze Seele offen hingegeben!"
Er antwortete, die Mutter schiene nicht so offen zu scyn,sie wußte vielleicht schon Alles durch den Lektor und den rei-nen Trank der Liebe würden nun lauter fremde Körper trüben.Gegen Angnsti erklärt' er sich sehr stark, aber Liane beschützteihn eben so stark. Durch beides gewann der Falschmünzer derWahrheit, nämlich der Argwohn — der, daß sic ihn wol liebe.