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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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hatte sie gestern dahin gebracht, die Uhr, womit die stolzeMinisterin sie beschenkt, wirklich an sich hcrumzutragen mitheißem Erröthcn über den ungewohnten Schmuck. Jndcßwollt' er mit ihr gleichsam einen recht geschlängelten Blnmcn-weg zum Altäre seines lauten Ja's der Liebe nehmendas stumme sagt'er hinlänglich; er wußte, sie sitze sogleichein, sobald er mit dem Mnschclwagen der Venus Vorfahre,wovor er eine Taube und einen Habicht vorgchangt.

Wie herrlich flog der Vormittag dahin auf goldncn Flü-geldecken und auf durchsichtigen Flügeln! Der geliebte Albanowurde in alle Veränderungen des Hauses cingcführt; dieschönste war in seiner Stndirstnbe, welche Rabette in ihre Putz-,Näh- und Stndirstnbe umgcklcidet hatte, die seit gestern wie-der zum Gast- und Lescstübchen Liancns geworden. Wie gerntrat er ans Fenster nach Abend, wo er so oft im Krystall-spicgel seiner Phantasie seinen unsichtbaren Vater und die Ge-liebte überirdisch erscheinen lasten! In die Scheiben warenvon seiner Knabenhand viele U. und U. gezogen. Liane fragte,was die U. bedeuteten;Roquairol" sagte er, denn siefragte nicht nach dem I,. Unendlich süß floß die Betrachtungum sein Herz, daß doch seine Geliebte in der träumerischenKlause seines ersten grünen Lebens einige blühende Tage ver-lebe. Liane zeigte ihm mit kindlicher Freude, wie sie alles,nämlich das Zimmer, redlich mit Rabetten thcile in ihrerDoppelwirthschast und Stuben-Kameradschaft, und wie sieihre Wirthin selber zu ihrem Gaste gemacht.

Ich habe oft das schöne leichte Nomaden-Leben der Mäd-chen in ihren arkadischen Lebens-Abschnitten bewundert mitNeid; leicht flattern diese Flu glauben in eine fremde Fa-milie und nähen und lachen und besuchen da mit der Tochter

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