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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
Seite
84
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nach dem andern an, bis er hartgcpanzert da steht und los-schlägt.

Nun war noch dazu der Lektor dem Hauptmann von Her-zen gram, weil dieser der Ministerin viele bange Stundenund Lianen und sogar dem Grafen viel Geld kostete und weiler ihm den Jüngling zu verdrehen schien. Die sonst geradeausstcigcndc Flamme Albano's wurde jetzt durch die Hinder-nisse der Liebe nach allen Seiten gebogen und glühte wie Löth-seucr schärfer; aber diese Schärfe schrieb Augnsti dem Freundezu. Albano erschien denen, die er liebte, wärmer, denen, dieer ertrug, kälter als er war, und sein Ernst wurde leicht mitTrotz und Stolz vermengt; aber der Lektor glaubte, ihm seidessen Liebe gestohlen von Karl.

Er versuchte mit gleichviel Feinheit und Frcimüthigkcit,dem Grafen eine gute Karte von den Flecken zuzuspielcn, dieim Himmelskörper dieses Jupiter ansgesäct waren. Aber erzerriß jede Karte Karls schmerzliche Bekenntnisse in jenerNacht löschten alle fremde Nachträge aus ^ und Albano'sherrlicher Glaube, man müsse den Freund ganz decken und ihmganz vertrauen, wehrte jeden Einfluß ab. O es ist eine hei-lige Zeit, worin der Mensch für den Altar der Freundschaftund Liebe noch Opfer und Priester ohne Fehl begehrt und erblickt; und es ist eine zu harte, worin die so oft bclogneBrust sich an der fremden mitten im Liebestrnnk des Augen-blicks die kalte Nachbarschaft der Gebrechen weissagt!

Da der Lektor überall sah, daß Alban über manche sei-ner Rügen an Karl, z. B. dessen Wildheit und Unordnung,darum kalt bleibe, weil er selber unter fremdem Tadel gemci-nct zu scyn glauben konnte, wie die Franzosen (nach Thickneß)das Lob eines Fremden an Einheimische richten: so griff er