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sagt' er verwirrt. Sic untersuchte dieses widersprechende „Sehr"nicht; aber Liane sah ihn an; „sehr — schön und kühn (fuhr„er fort) aber ich liehe Kühnheit au Weibern nicht." -— „O,„das glaubt man den Männern gern, versetzte Julienne; keine„feindliche Macht liebt sic an der andern."
Sie gingen jetzt in der Kastauicnallcc vor der heiligenStätte vorbei, wo Albano die Braut seiner Hoffnungen zumcrstcnmale hinter den Wafferstralen hatte glänzen und leidenscheu. O er hätte hier mit dieser vom Gcgcnciuanderarbcitenwunderbarer Verhältnisse bang'-crhitztcn Seele gern vor demnahen stillen Engel nicdcrkniccn mögen!— Die zarte Juliennemerkte, sie habe ein bewegtes Herz zu schonen; nach einemziemlich lauten Schweigen sagte sie in ernstem Ton: „ein„holder Abend! Wir wollen auss Waffcrhäuscheu. — Liane„wurde da geheilt, Graf! Die Fontaiuen müssen auch sprin-gen." — „O die Fontaiuen!" sagte Albauo und sah unbc-schrciblich-gerührt Lianen an. Sie dachte aber, er meine dieim Flötcnthal. Helena gebot hinter ihnen, zu warten, undkam mit zwei Händchen voll gepflückter thauigcr Aurikelnnachgctrippclt und gab sic alle Lianen, von ihr als der Kolla-torin der Beucfizicn die Blumen-Spende erwartend: „auch„die Kleine denkt noch an den schönen Sonntag in Lilar"sagte Liane. Sic gab der Prinzessin ein Paar und Helenanickte; und als Liane sic ansah, nickte sic wieder zum Zeichen,der Graf soll' auch etwas haben; — „nock mehr!" rief sie,als er bekommen; und je mehr jene gab, desto mehr ries sie„mehr!" — wie Kinder in den Hyperbeln ihres Hanges zurUnendlichkeit pflegen.
Man ging über eine grüne Brücke und kam in ein nied-liches Zimmer. Statt des vorigen Pianofortcs stand ein